Dienstag, 8. Juni 2010

Frau Alice Schwarzer - wer sind sie wirklich?

Nachdem ich heute bei meinem Spaziergang im Netz die deutsche Übersetzung von Lenas Siegerliedchen in Oslo fand, dachte ich ganz spontan: Hat nicht Alice Schwarzer gegen dieses Weibchenschema jahrzehntelang gekämpft? Wo bleibt ihr Aufschrei? Ein Unterwerfungslied, einer auf Kindfrau getrimmten 19jährigen, gewinnt den "Song Contest" und der Aufschrei der Feministinnen bleibt aus? Das Gegenteil ist der Fall. "Emma" gratuliert Lenchen zu diesem Erfolg. Hab ich da was falsch verstanden?

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Unsere Lena

EMMA-Abonnentin gewinnt Grand Prix

EMMA gratuliert Lena! Erstens zum coolen Styling. Zweitens zum losen Mundwerk. Drittens zum Spaß am Leben. Jetzt nur noch durchhalten, Lena. Der Show auch in Zukunft nicht verfallen. Und weiter kräftig EMMA lesen! Und ja, noch etwas: Sag bitte Stefan bescheid - er hat bei unserem letzten Geburtstag (26. Januar) vor lauter Eurovision-Vorbereitungen die Torte vergessen.

EMMAonline, 30.05.2010

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Nun, ich hatte in meinem Leben nie das Bedürfnis, mir bei Alice Schwarzer und ihrem Magazin "Emma" Rat in Sachen Emanzipation zu holen. Vieles, was ich von ihr im Laufe der Jahre darüber zwangsläufig hörte, entsprach nicht dem, was ich unter Emanzipation verstehe.

Hat Lena vielleicht die Glückwünsche nur dem Umstand zu verdanken, dass sie Emma-Abonnentin ist?

Alice Schwarzer wird mir immer suspekter und mir drängt sich der Verdacht auf, da steckt mehr dahinter. Was also ist ihre Rolle im System? Werde dahingehend mal Nachforschung betreiben.

Paulinchen

Kommentare:

  1. Hey, Margitta. Also meine Anlaufstelle in puncto Emanzipation war sie auch nicht, die Alice Schwarzer.
    Vielen Frauen war sie zu abstrakt, zu abgehoben, es betraf nicht ihre Lebenswelt, was sie so propagierte. Meine Lebenswelt erfasste sie sowieso nicht, wollte sie wohl auch nicht. Frauen, die sich das Leben tatsächlich erst von Grund auf aneignen mussten, weil sie zuvor zu abgeschottet, zu eingebunden in ein gänzlich anderes Umfeld waren, das war nicht das Ding von Alice Schwarzer.

    Beobachtet und benuztzt wurden alle schon immer - schliesslich liefert alles Hinweise darauf, was Menschen ertragen, aushalten, und warum, wofür sie das eventuell tun. Auch, worauf es hinausläuft, was Menschen tun und lassen.

    Leider ist es so, dass das was dann von den Regierenden daraus gemacht wird, nicht dem entspricht, was die Menschen eigentlich wollten. Mit der Emanzipation war das auch so.

    Lass es mich wissen, wenn Deine Forschungen etwas ergeben, das interressiert mich auch.

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  2. Alice Schwarzer ist ein bürgerliches Weibchen, die nur interessiert, dass eine Frau Kanzlerin geworden ist. Es geht nicht um Leistung. Leistung ist allein - Frau zu sein. Ich habe mit ihr noch nie etwas anfangen können. Ich war immer emanzipiert ohne diesen äußerlichen Krimskrams, auf den sie soviel Wert gelegt hat.

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  3. Ich habe mir eben gerade zum ersten und letzten Mal das Video mit der singenden Lena angeschaut.
    Fazit:
    Zwar sehe ich den Inhalt des Liedes mit mehr Ironie und weniger emanzipatorischem Ernst (wer verliebt ist, will eben den anderen gern auf Händen tragen). Trotzdem finde ich das Lied furchtbar.
    1. Literarisch und musikalisch ist es trivial und zeigt keine Spur von Originalität,
    2. die Stimme klingt gequetscht,
    3. Lenas Getanze finde ich einfach peinlich, einerseits ungelenk und andererseits in einer ständigen "Weibchen-Pose".

    Was Alice Schwarzer angeht, so glaube ich, sie hat ein recht simples Weltbild: Frau gut, Mann doof. Meine Erfahrungen sind da etwas differenzierter.

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  4. Danke für Eure inspirierenden Kommentare.
    Da eine Antwsort darauf den Rahmen eines Kommentares sprengen würde, werde ich demnächst meine Recherchen über Alice Schwarzer in einem Eintrag erörtern.

    Liebe Grüße
    Margitta

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  5. Dieses ganze Feministinnengeschwätz der A.S. ist doch vollkommen überholt.Die Frauen sind schon lange gleichgestellt und haben alle Möglichkeiten, das zu tun, was sie wollen. So wie die Männer. Überhaupt dieses blahblahblah um Männer um Frauen. Beide Geschlechter müssen sich emanzipieren, aber schleunigst...

    Das Gefährlich an A.S. ist, dass sie die Frauen in die Opferrolle drängen will. Zum Glück ist das den jungen Frauen vollkommen egal, aber Ältere fallen womöglich darauf rein. Folgerichtig hat sie Frauen auch "als die Juden von heute" bezeichnet. Und was ewige "Opfer" den Anderen antun, ist ja bekannt...

    http://www.quantumunlimited.org/vem/index.php/component/content/article/85-blog-inspiration/1167-feminismus-und-andere-opfer

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  6. Mir reicht es schon, seitdem Schwarzer Frau Merkel als Kanzlerin akzeptierte, nur weil sie eine Frau ist. Nur Frau zu sein reicht nicht. Eine Frau an der Spitze einer hierarchischen (und somit männlichen) Struktur bringt noch längst keine Gleichberechtigung. Die Lobhudelei auf Lena, eine affektierte Jugendliche, die weder zu singen noch zu tanzen gelernt hat, und zudem noch bei ihrem Auftritt ihre Tätowierung präsentieren muss - eine stilisierte Lilie, früher einmal das Zeichen für Angehörige von Königsfamilien - was soll das bloß alles...

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