Samstag, 7. August 2010

Hilfreiche Dummheit... - ...Wir sind die Sintflut

Georg Schramm in Hochform.



Es ist ihm anzusehen, er gibt sein Herzblut, um die Menschen zum Hinschauen und Nachdenken anzuregen. Dass er auf sehr, sehr viele offene Ohren trifft, wäre für uns alle wünschenswert. Allerdings habe ich diesbezüglich so meine Zweifel. Mir scheint, der überwiegende Teil der Zuschauer sind Menschen, die unterhalten werden wollen. Und wer unterhalten werden will, ist selten in der Lage dabei auch zu denken. Oft wird die Darbietung der Kabarettisten durch Applaus - an unangebrachter Stelle - unterbrochen, zum Leidwesen derer die aufmerksam zuhören wollen. Georg Schramm und Wilfried Schmickler ist der Unmut darüber oftmals überdeutlich anzumerken, doch das Publikum scheint dies nicht zu registrieren.

Diesem schon etwas älteren, aber dennoch hochaktuellen Vortrag von Georg Schramm ist zu wünschen, dass er nicht unserer schnelllebigen Zeit zum Opfer fällt. Um Probleme lösen zu können muss der Mensch sich die Zeit dafür nehmen die Ursache zu finden um dann konstruktiv und korrigierend eingreifen zu können.

Paulinchen

Kommentare:

  1. Ja, manchmal lachen sie an den falschen Stellen. Aber Schramms Publikumskritik ist doch auch Teil des Stücks. Er kritisiert sie ja auch, wenn sie an den richtigen Stellen lachen. (sonst dürfte er keine Wortwitze einbauen) Weil das alles eigentlich nur traurig ist. Er will damit vermeiden, selber mitzulachen.

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  2. Hallo rauskucker,

    danke für Deinen Besuch.

    Nun ja, Wortwitz finde ich speziell bei Georg Schramm sehr selten und wennn er sagt: "kannt mich essen, ich bin ein Spinat-Blub", dann ist das nicht witzig gemeint. Wer genau hinhört, der kann das auch erkennen.

    Politisches Kabarett ist nun mal was ganz anders als Comedy.

    "Er will damit vermeiden, selber mitzulachen"
    Politisches Kabarett will auf Misssände aufmerksam machen, worüber sollte der Kabarettist lachen?

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