Freitag, 2. September 2011

Bist Du eine Karotte, ein Ei oder eine Kaffeebohne?

Eine Tochter beklagt sich bei ihrer Mutter darüber, dass das Leben so schwer sei und sie nicht wisse, wie sie damit klarkommen solle.
Die Mutter nimmt ihre Tochter mit in die Küche.
Sie füllt drei Töpfe mit Wasser, stellt sie auf den Herd und erhitzt das Wasser.
In den einen Topf gibt sie Karotten, in den anderen Eier und in den dritten Kaffeebohnen.
Karotte, Ei und Kaffeebohne

Nach einigen Minuten schüttet sie die Karotten in eine Schüssel, legt die Eier auf einen Teller und schüttet den Kaffe in eine Tasse.
„Was siehst du?", fragt die Mutter ihre Tochter.
„Karotten, Eier und Kaffee", antwortet diese.
Die Mutter bittet die Tochter, die Karotten in die Hand zu nehmen.
Diese sind weich.
Sie bittet die Eier zu schälen und diese sind innen hart.
Und sie bittet den Kaffee zu probieren, der sehr aromatisch ist.

„Was soll das?", fragt die Tochter.
Die Mutter erklärt, dass die Karotten, Eier und Kaffeebohnen alle dem gleichen Einfluss, dem heißen Wasser ausgesetzt waren. Alle drei haben jedoch unterschiedlich darauf reagiert.

Die Karotten waren erst hart, danach weich.
Die Eier waren erst zerbrechlich und innen weich, danach waren sie innen hart.
Die Kaffeebohnen haben sich aufgelöst und das Wasser in Kaffee verwandelt.

„Was bist du, wenn Probleme an deine Tür klopfen, eine Karotte, ein Ei oder eine Kaffeebohne?
Wie reagierst du?", fragt die Mutter ihre Tochter.
„Bist du eine Karotte, die stark zu sein scheint, wenn sie jedoch mit Problemen in Berührung kommt, weich wird und ihre Stärke verliert?
Bist du ein Ei mit einem weichen Herz, das versteinert und hart wird,
wenn du mit Problemen konfrontiert wirst?
Oder bist du eine Kaffeebohne, die das heiße Wasser in Kaffee verwandelt, d.h. das Problem als Chance sieht, etwas Neues daraus entstehen zu lassen?"

Verfasser unbekannt, nacherzählt

Gefunden bei Susanne Jeschkeit 

Donnerstag, 1. September 2011

Weltfriedenstag

Zum 01.09. Weltfriedenstag!

Weltfriedenstag - ein herrlich Wort,
doch wo ist jetzt ein Friedenshort?
Europa und Amerika
die führen Kriege dort und da.

Sie sprechen von Freiheit und Demokratie,
Rohstoffe und Einfluß erwähnen sie nie.
Sie tarnen Krieg mit schönen Worten,
das Resultat ist: Völker morden.

In Asien und Afrika
brennt es heut hier und morgen da.
Es geht um Korruption und Macht,
die Not des Volks wird nicht beacht.

Palästina und auch Israel
machen aus Mordlust keinen Hehl.
Sie wollen kämpfen bis zuletzt,
auch wenn es Land und Volk zerfetzt.

Wenn's wie bisher so weiter geht,
ist's für uns alle bald zu spät.
Atomare Waffen gibt es schon zu viele,
aber wehe es wird Ernst aus diesem Spiele.

Drum ruf ich Menschen, die noch bei Verstand:
Sorgt für Abrüstung in Eurem Land.
Doch allen, die noch Waffen bauen,
tut kräftig auf die Pfoten hauen.

Rainer  Weigt  17.07.07  Tel. 01701515677
Weiterverwendung ungekürzt erwünscht, Nachricht darüber ebenfalls

Mittwoch, 31. August 2011

Das Geschenk

Es war einmal ein Schüler, der seiner Lehrerin eine wundervolle Muschel schenkte. 
Sie sagte: "Ich habe noch nie eine solch schöne Muschel gesehen! Wo hast du diese kostbare Muschel denn gefunden?" 
Der Junge erzählte von einer versteckten Stelle am anderen Ende der Insel und dass dort hin und wieder solch eine Muschel angeschwemmt würde. 
"Ich werde diese wundervolle Muschel mein Leben lang aufbewahren, und ich danke dir von Herzen. Aber du hättest doch keinen so weiten Weg machen sollen, nur um mir etwas zu schenken." 
Darauf antwortete der Junge: "Aber der weite Weg ist doch ein Teil des Geschenks!"
Verfasser unbekannt

Montag, 29. August 2011

Schwarz-Gelb kämpft ums Überleben ...

(Fotografiert von Peter Lamers)

Nachdem wir ihren Überlebenskampf erkannt hatten, halfen wir ihr aus der Malaise und sie flog brummend von dannen.

Paulinchen

Dienstag, 23. August 2011

Der kleine Junge

Einmal ging ein kleiner Junge in die Schule. 
Es war ein ziemlich kleiner Junge. 
Und es war eine ziemlich große Schule. 
Aber als der kleine Junge
sah, dass er in sein Klassenzimmer 
direkt durch die Außentür gehen konnte, 
war er glücklich. Und die Schule erschien 
nicht mehr so groß.

Eines Morgens, 
als der kleine Junge schon eine Weile 
in der Schule war, 
sagte die Lehrerin:
"Heute malen wir ein Bild"
"Gut!" dachte der kleine Junge.
Er malte gern Bilder.
Er konnte alles mögliche malen:
Löwen und Tiger,
Hühner und Kühe,
Eisenbahnen und Boote -
Und er holte seinen Buntstiftkasten heraus
und fing an zu malen.

Aber die Lehrerin sagte:
"Wartet! Es ist noch nicht Zeit anzufangen!"
Und sie wartete, bis jeder bereit war.

"Jetzt", sagte die Lehrerin,
"Malen wir Blumen."
"Gut! dachte der kleine Junge,
er malte gern Blumen,
und er fing an, wunderschöne zu malen,
mit seinen rosa- und orangefarbenen
und blauen Buntstiften.

Aber die Lehrerin sagte:
"Wartet! Und ich werde euch zeigen, wie."
Und sie zeichnete eine Blume an die Tafel.
Sie war rot mit einem grünen Stengel.
"So", sagte die Lehrerin,
"Jetzt könnt ihr anfangen."

Der kleine Junge sah die Blume der Lehrerin an.
Dann sah er seine eigene Blume an.
Er mochte seine Blume lieber als die der Lehrerin.
Aber das sagte er nicht,
er drehte nur sein Blatt um
und malte eine Blume wie die der Lehrerin.
Sie war rot mit einem grünen Stengel.

An einem anderen Tag,
als der kleine Junge die Außentür
ganz alleine geöffnet hatte,
sagte die Lehrerin:
"Heute machen wir etwas aus Ton."
Gut!" dachte der Junge.
Er mochte Ton.
Er konnte alles mögliche aus Ton machen:
Schlangen und Schneemänner,
Elefanten und Mäuse,
Autos und Lastwagen -
und er fing an, seine Tonkugel
zu ziehen und zu drücken.

Aber die Lehrerin sagte:
"Wartet!" Es ist noch nicht Zeit anzufangen!"
Und sie wartete, bis jeder bereit war.

"Jetzt", sagte die Lehrerin,
"Machen wir eine Schale."
"Gut!" dachte der kleine Junge,
und er fing an, Schalen zu machen,
die alle möglichen Formen und Größen hatten.

Aber die Lehrerin sagte:
"Wartet! Und ich werde euch zeigen, wie."
Und sie zeigte jedem, wie man
eine tiefe Schale machte.
"So", sagte die Lehrerin,
"jetzt könnt Ihr anfangen".

Der kleine Junge sah die Schale der Lehrerin an,
dann sah er seine eigene an,
Er mochte seine Schale lieber als die der Lehrerin.
Aber das sagte er nicht,
er rollte seinen Ton nur wieder zur Kugel zusammen
und machte eine Schale wie die der Lehrerin.
Es war eine tiefe Schale.

Und recht bald
lernte der kleine Junge, zu warten
und zu beobachten
und alles genau wie die Lehrerin zu machen.
Und recht bald
machte er nichts mehr aus sich selbst heraus.

Dann geschah es,
dass der kleine Junge und seine Familie
in ein anderes Haus zogen,
in eine andere Stadt,
und der kleine Junge
musste in eine andere Schule gehen.

Diese Schule war sogar noch größer
als die andere,
und es gab keine Außentür, die
in sein Klassenzimmer führte.
Er musste einige große Stufen hochsteigen
und durch eine lange Halle gehen.
um in sein Klassenzimmer zu kommen.

Und am allerersten Tag,
an dem er dort war, sagte die Lehrerin:
"Heute malen wir ein Bild."
"Gut!" dachte der kleine Junge,
und er wartete, dass die Lehrerin
ihm sagen würde, was er tun sollte.
Aber die Lehrerin sagte gar nichts.
Sie ging nur im Klassenzimmer herum.

Als sie zu dem kleinen Jungen kam,
sagte sie: "Willst du kein Bild malen?"
"Doch", sagte der kleine Junge.
"Was sollen wir malen?"
"Ich weiß es nicht, bevor du es nicht malst",
sagte die Lehrerin.
"Wie soll ich es malen?" fragte der kleine Junge.
"Na, ganz wie du willst", sagte die Lehrerin.
"Und jede Farbe?" fragte der kleine Junge.
"Jede Farbe", sagte die Lehrerin,
"wenn jeder das gleiche Bild malt
und die gleichen Farben benutzt,
wie soll ich wissen, wer was gemalt hat,
und welches welches ist?"
"Ich weiß nicht", sagte der kleine Junge.
Und er fing an, rosa- und orangefarbene
und blaue Blumen zu malen.

Er mochte seine neue Schule,
auch wenn sie keine Außentür hatte,
die direkt von draußen hineinführte!
Helen E. Buckley

Aus: "Hühnersuppe für die Seele"
Jack Canfield / Mark Hansen

Diese Geschichte erzählt mir sehr viel darüber, warum unsere Gesellschaft so ist wie sie ist.

Menschen, die immer gesagt bekommen wie und was sie zu tun und zu lassen haben, verlernen irgendwann ihr Leben selbstbestimmt zu organisieren, rufen ein Leben lang nach Führung und wundern sich dann, dass die Führung nach der sie riefen gegen ihre Interessen handelt. 

Paulinchen

Samstag, 20. August 2011

Ein Buch

Schau doch, ein Buch!
Sicherlich wartet hier ein abenteuerlicher Pfad
auf mich,
eine gelbe Straße aus Stein, die mich zum Zauberer
von Oz führt,
ein nicht ernst zu nehmendes Gedicht
ohne jeden Grund.
Soll ich das Buch öffnen und hineinschauen?
Was mache ich aber, wenn es mich gruselt - dann
muss ich mir ein Versteck suchen!
Solange ich nicht hineinschaue, werde ich das
nie erfahren.
Ich werde vielleicht lachen, weinen
oder mich fürchten.
Sicherlich kann das Buch warten - doch dann
werde ich nie erfahren, was darin steht.
Vielleicht beschreibt es einen Ort, an den ich nie 
gelangen werde.
Doch heute ist der Tag, er hat auf mich gewartet.
Ich werde dieses Buch öffnen, und dann werde ich
schon sehen.
Jessica McCain, 14 Jahre

Aus: "Hühnersuppe für die Seele - Für Kinder"
Jack Canfield / Mark Victor Hansen

Dienstag, 16. August 2011

Was Wahlen sind und was sie leisten

Über dieses Thema referiert in aller Ausführlichkeit Dr. Peter Decker in seinem zweistündigen Vortrag.

Um die Crux mit den Wahlen zu durchschauen, ist es zwingend notwendig den Vortrag bis zum Ende, einschließlich der nachfolgenden Diskussion, anzuhören, vielleicht sogar mehrmals.

Angesichts der Komplexität des Themas sind die 2:12 Stunden durchaus gerechtfertigt und sollten nicht abschreckend wirken. Die Denkanstöße und der eventuelle Erkenntnisgewinn die man daraus ziehen kann lohnt die Zeit allemal.


"Die Wahlen sind die letzte Entwicklung des kapitalistischen Staates, nicht die erste."
Dr. Peter Decker

Paulinchen