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Donnerstag, 17. September 2015

Stell dir vor die Welt wird in Brand gesteckt und keiner bemertkt es

Dass die Welt im Chaos versinkt ist mittlerweile deutlich sichtbar und dennoch weigert sich die Mehrheit der Menschen dies zu realisieren.

Mein Anliegen ist es, mit den nachfolgenden Videos, den Menschen die, ob aus Naivität oder  Passivität, nicht verstehen oder verstehen wollen, Fakten und Hintergrundwissen, bestechend einfach erklärt, zur Verfügung zu stellen. Ich enthalte mich jeglichen Kommentars, da sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen muss.

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." Immanuel Kant


Instrumentalisiere Kriegsführung (Flüchtlinge als Kriegswaffe?!) 29.08.2015 / www.kla.tv


Will Merkel den inneren Notstand?


Traumatisierte Flüchtlinge: "Wir wollen keinen Fraß vom roten Kreuz


#Deutschland# Flüchtlinge: Merkt Euch genau, was jetzt passiert!

Freitag, 6. März 2015

Woanders gelesen: Demokratie behindert die Entwicklung der Menschheit

Essay von Peter Haisenko

Achtzig Prozent der Menschen sind dumm. Dumm in dem Sinn, dass sie kaum eigenständige Entscheidungen treffen können oder selbstständig komplexere Vorgänge beurteilen. Sie sind nicht kreativ und darauf angewiesen, geführt zu werden. Das bewirkt, dass Meinungsführer bestimmen, wohin die Reise geht. Mit welcher Legitimation auch immer sie das tun, ist zwei Kriterien geschuldet: Viel Geld oder außergewöhnliches Charisma.

Die Geschichte nicht nur der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass gerade Länder zu außergewöhnlichen Leistungen und Entwicklungen fähig sind, deren politische Verfasstheit nicht als „lupenrein demokratisch“ bezeichnet wird. Auf der demokratischen Seite muss dagegen Verfall moralischer Werte und fortschreitender Stillstand konstatiert werden. Großprojekte können kaum noch reibungsarm realisiert werden und das Großkapital beherrscht die Politik. Einst erkämpfte Sozialstandards werden aufgegeben zugunsten plutokratischer Machtentfaltung. Die demokratische Welt ist nicht friedlicher geworden. 

Gab es jemals Demokratie in dem Sinn, wie sie von den griechischen Erfindern selbst praktiziert worden ist? Nicht in der Neuzeit! Für die Altgriechen galt das demokratische Prinzip nur für eine elitäre Minderheit. Eben jene etwa zwanzig Prozent oder weniger, von denen man annahm, dass sie zu eigenständigem Denken fähig sein könnten. Diese Elite sollte untereinander ausdiskutieren, was für das Volk der beste Weg sein könnte. Das Ergebnis ist dann auch umgesetzt worden, mit allen Konsequenzen. Die Verantwortung für die Entwicklung konnte klar zugeordnet werden. Das hat es in der modernen Demokratie nie gegeben. 

Zweifelhafte „Segnungen“ unserer Demokratie

Revolutionen oder grundsätzliche Neustrukturierungen sind nur in Ausnahmefällen von unten ausgelöst worden. Immer stand einer Bewegung ein elitärer Kopf voran, im weitesten Sinn. Die Sozialreformen, deren Reste wir noch heute in Europa genießen dürfen, sind zu einer Zeit entstanden, als noch Kaiser und Könige herrschten. Amerika, die USA, von Anbeginn ohne allein verantwortlichen Herrscher haben dementsprechend an dieser sozialen Entwicklung nicht teilgehabt. Gewiss, die Zustände der unklar definierten Verantwortlichkeiten für Entwicklungen, also die Absenz eines verantwortlichen Herrschers, hat den USA Zeiten rasanten Fortschritts beschert. Allerdings muss man nur hundert Jahre zurückblicken und wird erkennen, dass diese Entwicklung keinesfalls das Maß der Dinge war. So konnte zum Beispiel das Deutsche Kaiserreich in den Jahren von 1871 bis 1900 sein BIP vervierfachen und die demokratischen USA nur verdreifachen. Nebenbei bemerkt, fand diese Entwicklung vollständig ohne Inflation statt. 

Die scheinbaren Erfolge der westlichen Demokratien sind nicht dieser Staatsform geschuldet. Es war vielmehr die rasante technische Entwicklung, die die Defizite der demokratischen Nicht-Verantwortung überdeckt hat. Dieser technische Fortschritt hätte in jeder Staatsform zu einem ähnlichen Wohlstand geführt, den wir heute genießen können. Vielleicht stünden wir heute sogar besser da, ohne unsere hochgelobte Demokratie. Diese Demokratie hat im Wesentlichen zwei Defizite: In der vorgeblichen Idealform existiert sie gar nicht und sie ist zu einer Religion erhoben worden, die ein „wahrer Demokrat“ nicht anzweifeln darf. Die Folge sind Kreuzzug-artige Kriege die die ganze Welt mit den „Segnungen“ der Demokratie beglücken sollen, ob es nun zu gewachsenen Strukturen passt oder nicht. Ich sehe hier keinen Unterschied zur Weltbeglückungsideologie des Kommunismus. 

Verantwortlichkeit bleibt relativ – die nächste Wahl steht an

Das größte Manko moderner Demokratien ist die Absenz direkter Verantwortlichkeit. Man kann sich immer auf einen „Volkswillen“ berufen, der in einer repräsentativen Demokratie aber gar nicht ermittelt wird. Eine wiederum amorphe Masse von Parteigängern kungelt untereinander aus, was das Volk zu wollen hat. Wahlgänge werden pervertiert, indem Themen, die das Volk wirklich bewegen, erst gar nicht zur Wahl gestellt werden. Beispiele? Atomwaffen in Deutschland. Jugoslawien-Krieg. Einsatz in Afghanistan. Beschränkung der Banken-Macht/Kapitalkontrolle. Sozialpolitik. Asylpolitik und ganz aktuell Sanktionen gegen Russland. Sollten demographische Erhebungen ergeben, dass das (dumme) Volk mit dem Handeln der Regenten zu wenig einverstanden ist, dann werden die gleichgeschalteten Medien eingesetzt, um das (noch dümmere) Volk wieder auf den „richtigen Weg“ zu bringen. Demokratie? Freie Willensbildung? 

„Teamwork“ heißt die große demokratische Errungenschaft. Welche Qualität von Ergebnissen kann aber von einem Team erwartet werden, für die ohne einen klar verantwortlichen Teamleiter letztlich niemand Verantwortung übernehmen muss? Wenn selbst Vorstandsvorsitzende mit Verträgen ausgestattet sind, die ihnen selbst im Fall des eindeutigen Scheiterns Millionenzahlungen auf Lebenszeit garantieren? Wenn Parteien ihre Versprechen wieder nicht gehalten haben mit dem entschuldigenden Verweis auf die Probleme mit dem Koalitionspartner? 

Hier zeigen sich die nächsten Probleme der repräsentativen Demokratie. Gleichgültig wie genial eine Neuerung der Regierung auch sein mag, die Opposition wird sie niemals loben; im Gegenteil die auch nur kleinste Made im Gefüge zu einem Drachen hochstilisieren, das ganze Projekt verdammen. Die Zeiten, in denen wirklich regiert wird, sind zu kurz. Es wird nur noch auf die nächste Wahl geschielt. Im deutschen System ist es geradezu katastrophal. Die zwischengeschobenen Landtagswahlen erlauben nicht einmal geschlossene Zeiträume von vier Jahren, wenigstens für diesen Zeitraum zukunftsweisende Politik zu machen. 

Das Gemeinwohl verliert, wenn jeder Recht hat

Wo zu Zeiten der Kaiser und Könige noch generationsübergreifend geplant worden ist, werden heute Straßen innerhalb weniger Jahre mehrmals aufgegraben, weil eine vernünftige, zukunftsorientierte Planung nicht stattfindet. Die „Märkte“, für die wiederum niemand verantwortlich sein kann, können eine langfristige Planung nicht ersetzen. Betrachten wir dazu Berlin und München. Berlin ist heute so attraktiv, geradezu großartig, weil eine Planung da war, die die Anlage der Stadt zu ihrer Erbauungszeit weit in die Zukunft projektiert hat. Die Münchner Wasserversorgung, erbaut vor 150 Jahren, als München gerade 100.000 Einwohner hatte, reicht heute noch aus für die Versorgung einer Millionenstadt. Das Walchensee-Kraftwerk, bei dessen Erbauung die Frage gestellt worden ist, ob man jemals so viel Strom brauchen wird. In unserer wunderbaren Demokratie wird nicht einmal mehr ein Hauptstadt-Flughafen geplant, geschweige denn gebaut, der bei Fertigstellung den aktuellen Bedürfnissen gerecht wird. 

Es mag zwar attraktiv erscheinen, wenn die Rechte eines jeden berücksichtigt werden müssen. Auf der anderen Seite müssen hier jedoch mindestens zwei Fragen gestellt werden: Ist es nicht oftmals eine Gruppe mit ganz anderen Interessen, die sich das Vehikel des Individualrechts zu Nutze macht, ihre eigenen, ganz anderen Interessen durchzusetzen? Muss das Individualrecht nicht zurückstehen, wenn der allgemeine Fortschritt dadurch behindert, ja unmöglich gemacht wird? Eine demokratische Regierung kann das nicht leisten. Vor allem deswegen, weil die Gesellschaft von den Medien in einen Zustand versetzt worden ist, der bei nahezu allen Themen ein ausgeglichenes Verhältnis von Befürwortern und Gegnern garantiert. Das gibt den Medien die Macht zu entscheiden, welcher Weg gegangen werden soll. Die wenigen aber entscheidenden Prozente der Unentschlossenen können so in die „richtige“ Richtung gelenkt werden. Die „Opposition“ tut das Ihrige dazu. 

Wer trägt die Verantwortung? – Alle und niemand!

Demokratie? Haben wir nicht! Wir haben die Diktatur der Medien und damit die Diktatur des Kapitals, denn dieses beherrscht die Medien. Wenn man aber, ganz demokratisch das Volk vor die Wahl stellte zwischen einem (allein-verantwortlichen) Regent oder dem egoistisch gierigen Kapital, dann dürfte diese Wahl eindeutig zugunsten des Regenten ausfallen, der im glücklichsten Fall auch noch weise ist. Wenn er das nicht ist, dann hat man wenigstens jemanden, den man mit Schimpf und Schande zur Rechenschaft ziehen kann. Zum Beispiel bei der Besteuerung. Es gab niemals höhere Steuersätze als in demokratischen Staaten. Es gehört leider nicht zum Allgemeinwissen, dass zum Beispiel im Deutschen Kaiserreich der Höchststeuersatz unter fünf – wiederhole FÜNF - Prozent lag und dieser nur von Bürgern der oberen Mittelschicht aufwärts gefordert worden ist. Die Kriegsmarine des Kaisers ist von der Sektsteuer finanziert worden und betraf so logischerweise nur die Oberschicht. 

Auch Kriege hatten zur Kaiserzeit eine andere Auswirkung auf das Volk. Offiziere rekrutierten sich aus der Adelsschicht und mussten so an die Front. Heute, in der gelobten Demokratie entziehen sich die Sprösslinge der Politiker dem Wehrdienst, seit dem Ende der Wehrpflicht sowieso. Früher hatte der Regent die Verantwortung für einen Krieg zu tragen. Schröder und Fischer, die Deutschland mit dem jugoslawischen Sündenfall wieder zur kriegsführenden Nation gemacht haben, sind aus ihrer Verantwortung hierfür längst entlassen worden, ja, sie wurden niemals auch nur Ansatzweise an ihre Verantwortung erinnert. Es war ja eine „demokratische“ Entscheidung, für die die nächsten Regierungen jetzt die Verantwortung tragen müssen, oder eben auch nicht. Auf jeden Fall kann sich jeder dümmlich darauf berufen, dass er selbst die Verantwortung nicht zu tragen hat – siehe Obama, der Guantanamo immer noch nicht geschlossen hat und weltweit mehr Zivilisten mit Drohnen ermordet, als seine Vorgänger. 

Das Kapital bestimmt, die Demokratie muss parieren

Kein Kaiser oder König hätte sich erlauben können Kriege zu führen, die Jahrzehnte dauern. So grausam sie waren, der Erste und der Zweite Weltkrieg, sie dauerten vier und sechs Jahre. Die Bundeswehr steht jetzt seit mehr als zehn Jahren in Afghanistan und deutsche Soldaten sind seit bald zwanzig Jahren im Kosovo. Ein Kaiser würde in ärgste Erklärungsnot kommen, wenn er seinem Volk die Notwendigkeit begreiflich machen sollte, warum er Volksvermögen für irgendwelche Kriegseinsätze in der Welt veruntreut, die uns realistisch gesehen nichts angehen, eher im Auftrag des „großen Freundes“ stattfinden. 

Demokratie heutiger Fasson ist die Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Das Kapital bestimmt darüber, welche Entwicklungen und Forschungen gefördert oder abgewürgt werden. Abgewürgt, wenn sie die Gefahr bergen, die Macht des Kapitals in Frage zu stellen. Das Wohl des Volks, eine positive Entwicklung für alle ist in den Zielen der Geldgewaltigen nicht enthalten. Die Demokratie ordnet sich den Wünschen des Kapitals unter. In diesem Sinn muss festgestellt werden, dass die Demokratie wie wir sie erleben müssen, erleiden müssen, für eine nachhaltig positive Entwicklung der Völker ungeeignet ist. 

Das System ist am Ende – eine neue Demokratie muss her! 
 
Die jüngste Entwicklung in Sachen Demokratie setzt dem ganzen die Krone auf: Private „Schiedsgerichte“ entscheiden, ob ganze Staaten „Entschädigungen“ an wiederum private Konzerne zahlen müssen, wenn sie Gesetze haben oder beschließen, die den Gewinn von Konzernen schmälern könnten. Das hat mit Demokratie nichts mehr gemein, denn kein Volk würde in einer echten demokratischen Entscheidung derartiges zulassen. Da es aber in offiziell demokratisch bezeichneten Staaten zugelassen wird und vermehrt zugelassen werden soll, kann man nur noch feststellen, dass diese „Demokratie“ die Entwicklung der Menschheit behindert, verhindert, komplett ins Gegenteil dessen pervertiert, was Demokratie eigentlich leisten soll; was die Menschheit voranbringen könnte. 

Es ist an der Zeit, das „Sakrileg“ gesellschaftsfähig zu machen, Demokratie, wie wir sie kennen, zu hinterfragen. Geld regiert die Welt! Besonders in demokratischen Systemen und das ist undemokratisch, also ein Oxymoron denn die „Finanzwirtschaft“ ist alles andere als demokratisch. Es mag sein, dass die bekannte Demokratie eine Zeit lang Gutes geleistet hat. Jetzt ist sie aber in ein Endstadium übergegangen, das seine Funktionsfähigkeit in dieser Form nicht mehr leistet. 

Wollen wir den weltweiten Kriegen und Krisen ein Ende bereiten, müssen wir unsere Gesellschaftsform reformieren, den neuen Gegebenheiten anpassen. Wir müssen diejenigen, die Entscheidungen für uns treffen, verantwortlich machen können für ihre Entscheidungen und gegebenenfalls bestrafen. Sehen wir uns dazu an, welche Entwicklungen möglich sind in Ländern, die nicht „lupenrein“ demokratisch sind. Versuchen wir daraus zu lernen, anstatt diese Länder pauschal zur „Achse des Bösen“ zu verdammen, in quasi-religiöser Manier. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit wieder einmal irgendwo in der Mitte und das wäre dann echte Demokratie, wenn die Allgemeinheit davon profitiert.
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Sehen Sie dazu die Rede von Vladimir Putin (in deutscher Übersetzung) vor der „Valdai-Konferenz“ in Sotschi: Gorbatschow sagt dazu „Die Rede war erschütternd. Ich glaube, dass es ein solches Statement seit der ganzen Zeit der Regierung Putins nicht gegeben hat. Vielleicht deshalb, weil die Situation dies fordert. In den Hauptzügen bin ich mit allen Gedanken einverstanden, die er geäußert hat." Dem stimme ich zu. Unbedingt sehenswert. https://www.youtube.com/watch?v=g6zyl2hGXWo

Quelle: http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2014/demokratie-behindert-die-entwicklung-der-menschheit/

Ein herzliches Danke an Peter Haisenko

 

Sonntag, 21. September 2014

Kapitalismus und Sozialismus auf den Punkt gebracht

"Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."
Winston Churchill


Samstag, 6. Oktober 2012

Was ist Geld und wodurch bekommt es seinen Wert?

Vieles habe ich über Geld gelesen und gehört, doch keiner hat mir das Wesen des Geldes und warum wir es unbedingt brauchen so gut erklärt wie Prof. Karl-Heinz Brodbeck. Seine These lautet: Wir erleben im Augenblick nicht einfach eine ökonomische Krise, sondern eine viel tiefgreifendere die sich in vielen anderen Dingen zeigt. Mit einfachen Worten und leicht nachzuvollziehenden Beispielen erklärt er die Dimension des Problems mit dem Geld.

Wer schon immer wissen wollte, warum zivilisierte Gesellschaften unbedingt Geld brauchen, Menschen unter unmöglichen Bedingungen schuften, die Kriminalität steigt, die Welt immer kälter wird..., könnte möglicherweise von Prof. Karl-Heinz Brodbeck Denkanregungen und somit Antworten bekommen.

Sein 81 Minuten langer Vortrag ist für mich das Beste was ich bisher zum Thema Geld gehört habe.
 
Vortrag: Prof. Karl-Heinz Brodbeck "Die Krise des Geldes - Chancen für neue Werte - 16.05.2012


Montag, 24. September 2012

Vorsicht: KLARTEXT

Wie immer spricht Ken-FM die Missstände ohne Umschweife und unmissverständlich aus, setzt sie in Bezug zum jeweiligen Geschehen und zeigt auf, dass Politik gar nicht so kompliziert ist wie uns immer erzählt wird.

Ken-FM: über WERDET MILITANT!

 

Donnerstag, 21. Juni 2012

Demokratie beginnt mit einem demokratischen Geldsystem

Unser Geldsystem ist mittelalterlich und auf laufenden Betrug aufgebaut. Es hat sich als Nullsummenspiel entpuppt.

Nullsummenspiel - Realwirtschaft
Mein Export-Überschuss  =  Dein Import-Defizit
Mein Vermögen              =  Deine Schulden
Mein Gewinn                  =  Dein Verlust

Prof. Franz Hörmanns Vortrag ist leicht verständlich und für jeden nachvollziehbar. Jeder der ernsthaft daran interessiert ist, eine echte soziale und demokratische Gemeinschaft aufzubauen, sollte sich die Zeit nehmen, sich diesen Vortrag anzuhören. 
Prof. Franz Hörmann verdeutlicht warum Wettbewerb, Konkurrenz, Doppelte Buchführung erfunden wurden und welcher Schaden dadurch für die Mehrheit der Menschen entsteht. Er zeigt nicht nur die Fehler des Systems auf, er stellt auch eine echte Alternative vor, die eine friedliche Zukunft der Menschheit ermöglichen könnte.
Prof. Franz Hörmann - Das Ende des Geldes

Mit dem Wunsch, dass Franz Hörmann bei vielen Menschen das Interesse wecken kann, schicke ich diesen Eintrag auf die Reise.

Paulichen

Donnerstag, 10. November 2011

Leseempfehlung

Geld ist das Mittel. ohne das kaum ein Mensch auf der Welt mehr leben kann.  Täglich wechseln unzählige Geldscheine und Geldstücke den Besitzer, aber wer weiß schon wie das Geldsystem funktioniert.

Demjenigen, der mit unbändiger Neugierde gesegnet ist und wissen möchte warum "am Ende des Geldes immer so viel Monat übrig ist", empfehle ich, den Aufsatz "Steuerboykott" von Rico Albrecht, zu lesen. Hilfreich beim Lesen ist, alles was man über Geld so weiß, ersteinmal zu vergessen, um die zusammengetragenen Fakten und Gedanken des Schreibers unvoreingenommen aufnehmen zu können. Alle die es schaffen ihre Beißreflexe unter Kontrolle zu halten werden mit vielen Aha`s belohnt.

Mit den Lösungsvorschlägen kann ich mich allerdings nicht so recht anfreunden, da meiner Ansicht nach nur die Beendigung des herrschenden Systems eine Verbesserung bringen kann. Man kann ein krankes und menschenverachtendes System nicht reformieren. Es müssen ganz neue Wege gesucht werden. Solange sich jedoch die Menschen spalten und gegeneinander aufhetzen lassen und sich um jeden Krümel prügeln, der ihnen vom System hingeworfen wird, werden diese neuen Wege - die ja schon von einer kleine Minderheit gedacht werden - nicht erfolgreich umgesetzt werden können. Nur wenn die Mehrheit der Menschen neu zu denken lernt, kann der Traum einer friedlichen Welt Wirklichkeit werden.

Also hören wir doch endlich auf uns mit den Symtomen des Systems zu beschäftigen und kreiren wir alle zusammen eine für alle lebenswerte Welt.

Paulinchen

Donnerstag, 15. Juli 2010

Tauschen oder Teilen?

Alles, was ich bisher über Marktwirtschaft und Kapitalismus gelesen und gehört habe, konnte mich nicht wirklich überzeugen, ganz im Gegenteil. Die vielen Ungereimtheiten, die im Kern nicht erklärt werden konnten, ließen mich immer skeptischer werden. Ein so lebenswichtiges Thema wie es die Marktwirtschaft ist, muss für jeden verständlich und nachvollziehbar sein. Ist das nicht der Fall, dann ist daran etwas "faul".

Um hier nicht missverstanden zu werden, nicht das Verstehen dessen, was ich über Marktwirtschaft und Kapitalismus gelesen und gehört habe, ist das Problem, sondern dass die Fragen, die ich in den Raum stellte nicht zufriedenstellend beantwortet werden konnten.

Vor etwa zwei Wochen entdeckte ich in dem Magazin "Humane Wirtschaft" den Artikel "Staatsschulden - ein Selbstbetrug" von Robert Pawelke-Klaer, der meine immer noch offenen Fragen schlüssig und einleuchtend beantwortete. Im Grunde bestätigte er mein diesbezügliches Denken und gab mir Argumentationen an die Hand, um meine Vorstellung von einer funktionierenden lebenswerten Gemeinschaft in kommenden Diskusionen überzeugender vermitteln zu können.

An Kritik über die Folgen des Kapitalismus mangelt es wahrlich nicht, jedoch brauchbare Ansätze für eine Marktwirtschaft, die allen Menschen sowie unserem Lebensraum zu Gute kommen, sind rar gesät. Die Erklärungen, Anregungen und Schlussfolgerungen des Autors sind nach meiner Einschätzung stichhaltig und wohlüberlegt. Doch lesen Sie selbst und bilden Sie sich eine eigene Meinung.

Ein Paradigmenwechsel
von Robert Pawelke-Klaer

Was unsere Sichtweise des menschlichen Marktlebens betrifft, so dreht sich darin noch immer die Sonne um die Erde. Wir gehen bei der Betrachtung der Marktwirtschaft - wie einst unsere Vorfahren bei der Betrachtung der Planeten am Firmament - von einer völlig falschen Annahme aus, die es uns unmöglich macht, unser eigenes Wirtschaftsleben und Marktleben zu begreifen. Gleichzeitig verleiten uns unsere Irrtümer zu Verhaltensweisen bei der Arbeit und auf dem Markt, mit denen wir jene Probleme regelrecht produzieren, die wir nach vollbrachter Tat der Marktwirtschaft anlasten. Dabei vergessen wir immer wieder, dass wir selbst die Wirtschaft sind, dass vor und hinter jeder Ladentheke ein Mensch steht, dass es die Menschen sind, welche sich geben, was sie zum Leben benötigen. Und wenn diese miteinander über die Ware und den Preis verhandeln, dann handelt es sich dabei um einen zutiefst menschlichen Vorgang, denn im Mittepunkt solcher Verhandlungen stehen menschliche Bedürfnisse.

Das zentrale Kennzeichen der Marktwirtschaft ist die gesellschaftliche Arbeitsteilung. Dies wird niemand bestreiten können oder bestreiten wollen. Davon gehen die Wirtschaftstheorien aller Couleur aus. Ohne gesellschaftliche Arbeitsteilung kann es keinen Markt geben. Ein Markt wiederum ist unumgänglich, wo gesellschaftliche Arbeitsteilung praktiziert wird. Marktwirtschaft und gesellschaftliche Arbeitteilung sind Synonyme.


Der Ursprung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung ist die Individualität, die Unterschiedlichkeit der Menschen. Diese Produktionsweise erlaubt es ihnen, sich einer Arbeit zu widmen, die den eigenen Möglichkeiten und Neigungen entspricht. Gleichzeitig befreit sie die Menschen von all den Arbeiten, zu denen sie gar nicht oder nur unter sehr großen Mühen in der Lage wären. Ebenso dient die gesellschaftliche Arbeitsteilung den Menschen dazu, ihre Individualität zu entfalten und auszuleben. An der Arbeitsteilung führt kein Weg vorbei.


Gesellschaftliche Arbeitsteilung bedeutet, dass die Menschen die verschiedenen Arbeiten, die sie verrichten müssen oder wollen, um ihre unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche zu befriedigen, untereinander aufgeteilt haben. In einer Marktwirtschaft versorgen sich die Menschen weder selbstständig noch privat, d.h. getrennt voneinander, sondern sie versorgen sich vielmehr gemeinschaftlich, gesellschaftlich. Für den Markt zu produzieren heißt, andere mit einem Gut oder einer Dienstleistung zu versorgen. Auf dem Markt ein Gut oder eine Dienstleistung einzukaufen bedeutet, von der Arbeit anderer zu leben. In einer Marktwirtschaft produzieren wir, was andere konsumieren, und wir konsumieren, was andere produziert haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um unmittelbar materielle Güter und physische Dienstleistungen handelt oder um geistige und kulturelle Güter. Sie sind alle Teile menschlicher Lebensäußerung und menschlicher Bedürfnisse. Wenn es im ZEN heißt, "Wunderwirken, Wunderkraft - Holz hacken, Wasser holen", dann wird damit darauf hingewiesen, dass diese Vorgänge ebenso ein "Wunder" des Lebens sind, wie das Erschaffen und Erleben eines Kunstwerkes.


Nun gilt es, sich auf den angekündigten Paradigmenwechsel einzulassen, ohne den es uns unmöglich ist, das menschliche Wirtschafts- und Marktleben zu verstehen und unsere heutigen Irrtümer zu begreifen, um sie hinter uns lassen zu können. Auch wenn wir bereits mit der Muttermilch die Vorstellung in uns aufgenommen haben, die Marktwirtschaft basiere auf dem Tausch von Gütern und Dienstleistungen, so gilt es, gegen alle Vorurteile zu der Einsicht zu gelangen, dass die Marktwirtschaft nicht auf dem Prinzip des Tauschens, sondern auf dem Prinzip des Teilens aufbaut. In einer Marktwirtschaft verbirgt sich hinter jedem "Tausch" ein Teilen bzw. Verteilen.


Wer vom Tausch ausgeht, der versteht sich und die anderen als unabhängige und selbstständige Teile. Im Gegensatz dazu bedeutet ein Teilen, sich als Teil eines Ganzen zu verstehen. Zwischen diesen beiden Anschauungen liegen Welten. Dass das Teilen das Fundament der Marktwirtschaft bildet, zeigt sich in erster Linie darin, dass wir die unterschiedlichen Arbeiten, die wir verrichten müssen, um unseren Lebensunterhalt zu sichern, untereinander aufgeteilt haben und so die Arbeiten miteinander teilen. Ein Tausch würde voraussetzen, dass wir uns grundsätzlich unabhängig voneinander bzw. selbstständig versorgen und tauschen, was wir an Überschuss produziert haben. Doch in einer Marktwirtschaft produzieren wir ausschließlich und von vornherein für andere. Unsere Arbeit ist ein Dienst am Nächsten. Wir haben mit der Einführung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung unsere Selbstständigkeit zugunsten des Nutzens, der mit dieser Arbeitsteilung einhergeht, "aufgegeben". Dies heißt nicht, dass wir davon ausgehen können, dass es je eine Zeit gegeben hat, in welcher der Mensch ein wahrer Selbstversorger gewesen wäre.


Wo die Menschen die Arbeit miteinander teilen, da kann es sich letztlich auf dem Markt nur um eine Verteilung bzw. um ein Teilen des arbeitsteilig produzierten gesellschaftlichen Reichtums handeln. Daran kann der alltägliche Anschein von "Tauschgeschäften" auf dem Markt nichts ändern. Von einem Tausch kann nur dort gesprochen werden, wo wahre Selbstständigkeit bzw. Unabhängigkeit zwischen den Menschen besteht. Doch davon kann in einer Marktwirtschaft keine Rede sein.


Die Marktwirtschaft beruht auf dem Teilen, das mit dem Teilen der natürlichen Ressourcen beginnt, sich mit dem Teilen der jeweiligen Arbeiten fortsetzt und beim Teilen des arbeitsteilig produzierten gesellschaftlichen Reichtums endet. Das Geld ist daher kein Tauschmittel, sondern ein Verteilungsmittel. Indem wir es als ein Tauschmittel betrachten und damit seine wahre Natur verkennen, kann es zur Brechstange der Macht werden, wie es Friedrich Nietzsche einmal ausdrückte. Diese Macht können wir dem Geld nur dann entziehen, wenn wir einerseits die Marktwirtschaft als eine auf dem Teilen beruhende Wirtschaftsweise begreifen und damit andererseits das Geld als das betrachten können, was es ist, ein Verteilungsmittel.

Nur auf der Grundlage dieses Paradigmenwechsels wird es uns möglich sein, die wahren Irrtümer in unserm heutigen ökonomischen Bewusstsein zu erkennen, um jenen Wandel einzuleiten, nach dem sich nicht alle, aber die meisten Menschen sehnen. Dieser Wandel lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wir brauchen "nur" mitten in der Marktwirtschaft vom Kapitalismus zur Marktwirtschaft überwechseln. Der Kapitalismus besteht aus jenen Sicht- und Verhaltensweisen, die der Marktwirtschaft unterstellen, dass sie auf dem Tausch beruhe. Der Nutzen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung kann nur dort allen Menschen und das heißt einem jedem Menschen zuteil werden, wo wir von einem Miteinander-Teilen ausgehen. Wir können nicht den Kapitalismus humanisieren, wie es ein Buchtitel suggeriert, sonder wir können nur die Marktwirtschaft humanisieren, indem wir uns der kapitalistischen Sichtweisen und Werte entledigen und uns der Werte der gesellschaftlichen Arbeitsteilung bewusst werden und sie zu leben beginnen. Wir müssen nicht den Kapitalismus bekämpfen, sondern wir müssen die Freiheiten, welche die freie Marktwirtschaft für uns bereithält, dazu nutzen, die Marktwirtschaft zum Leben zu erwecken, die von uns, wie jede andere Arbeitsteilung, Zusammenarbeit erwartet.
Quelle
Robert Pawelke-Klaer www.marktlehre.de

Paulinchen

Dienstag, 6. Juli 2010

Was jeder zum Thema Kapitalismus wissen sollte

Auf jede Frage gibt es Antworten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass oft Antworten abgelehnt werden, weil sie der eigenen Sichtweise oder Gemütslage nicht entsprechen. Dies geschieht ganz besonders dann, wenn die Antwort eigenes Verhalten in Frage stellt. Das folgende Video gibt entlarvende Antworten ohne anzuklagen. Es würde unserer Gesellschaft gut tun, wenn viele Menschen sich eingehend damit befassen und selbstkritisch darüber nachdenken würden.




Ergänzend noch einen Artikel von Robert Pawelke-Klaer "Eigeninteresse oder Vorteil", der das Problem von einer nicht alltäglichen Seite her angeht.

Zum Einlesen:
"Ein zentrales Merkmal der kapitalistischen Marktwirtschaft ist die überall zu beobachtende Vorteilssuche. Sie genießt allgemeine Anerkennung und Akzeptanz. Dies geschieht bedauerlicherweise nicht aus Verständnis und Liebe gegenüber einer menschlichen Schwäche. Wenn dem so wäre, dann wären die Tage der Vorteilssuche gezählt, von der wir alle wissen, welchen Schaden sie anrichtet. Wir alle wissen, dass der Vorteil des einen der Nachteil des anderen ist. Daher wurde von jeher die Vorteilssuche als eine menschliche Charakterschwäche angesehen. Das änderte sich, als die bürgerliche Gesellschaft die Bühne der Geschichte betrat. Sie hat die Vorteilssuche all ihrer Sünden freigesprochen, indem es ihr mit einem Argumentationstrick gelungen ist, den Menschen vorzumachen, dass die Vorteilssuche eine soziale Leistung sei und auf dem Markt wie ein Katalysator wirke, der alle schneller ans Ziel ihrer Sehnsüchte bringe. Zu verlockend, um da "Nein, Danke" zu sagen.

Die kapitalistische Lehre vom Vorteil bestreitet nicht, dass die Vorteilssuche Nachteile produziert, was auf der anderen Seite der Ladentheke unter anderem zu Mangel führt. Das zu bestreiten, wäre zu plump. Es wird vielmehr behauptet, das der Schaden gar kein Schaden bleiben müsse, wenn es allen erlaubt sei, ihren Vorteil zu suchen. Dadurch bestünde für alle die Möglichkeit, die erlittenen Nachteile durch einen eigenen Vorteil auszugleichen. Das ist die Kernidee der Chancengleichheit auf dem Markt. Diese Argumentation erlaubt es gleichzeitig, den Mangel zu einem selbst verschuldeten Elend zu erklären. Das bestehende Elend würde nur "beweisen", dass der Betroffene sich nicht ausreichend um seinen Vorteil bemüht habe. Nach der Logik dieser Theorie sind die Opfer nur zu bequem, Täter zu werden. Damit scheint bewiesen zu sein, was man beweisen wollte: Wer Not und Elend erfährt, ist kein Opfer, sondern trägt selber die Verantwortung dafür, denn er hätte ja die eigene Not durch eigene Vorteilssuche beheben können. Parolen wie "Fordern und Fördern" bilden die moderne Variante dieser Theorie." [...]

Im weiteren Verlauf des Artikels schreibt der Autor:
[...] "Um den Vorteil vor Kritik, Zweifel und Angriffen zu schützen, hat das kapitalistische Bewusstsein zu einem weiteren Argument Zuflucht genommen. Es hat dafür gesorgt, dass die Unterscheidung zwischen Eigeninteresse und Vorteil aus der Welt verschwindet. Zu diesem Zweck wurde der Vorteil mit dem Eigeninteresse "gleichgeschaltet", indem beide Begriffe immer und immer wieder wie Synonyme behandelt und verwendet wurden und werden. Damit hat sich in unserem Bewusstsein die Vorstellung festgesetzt, dass ein Verzicht auf den eigenen Vorteil einem Verzicht auf die eigenen Interessen gleichkäme. Der Vorteil ist damit beinahe unangreifbar geworden. Wer es schon einmal versucht hat, in der Runde, die sich über den Kapitalismus empört, den Vorteil in Frage zu stellen, der weiß, auf welche Vorurteile er dabei trifft. Die Menschen lassen sich bestenfalls auf ein "Geschäft" ein, in dem sie darüber verhandeln, wo der gesunde Vorteil endet und der krankhafte Vorteil beginne. Eine Diskussion, die uns Adam Smith in seiner Theorie vorweggenommen hat." [...]
http://home.arcor.de/robert-pawelke/markt/pdf/005_Eigeninteresse.pdf

Wer dem Video und dem Artikel seine volle Aufmerksamkeit widmet, könnte möglicherweise reich beschenkt werden, da er bei zukünftige Diskussionen über den Kapitalismus neue Argumente zur Verfügung hat.

Paulinchen