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Donnerstag, 12. Mai 2016

Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen

Es ist immer wieder das gleiche Spiel und nun trifft es Angela Merkel.
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article155231636/Angela-Merkel-ist-der-Krise-nicht-mehr-gewachsen.html

Die Strippenzieher der Weltpolitik plazieren über Funk, Fernsehen und Printmedien eine Handpuppe - im Falle Deutschlands Angela Mekel -  die getreu nach Anweisung handelt. Die Untersützung der Medien, die von den selben Strippenziehern gesteuert werden, ist dieser Handpuppe sicher. Sie wird durch alle Widerstände getragen und die Kritiker werden niedergetrampelt (Verschwörungstheoretiker, Rechte, Nazis, ewig Gestrige). Wenn die Handpuppe ihren Job erfüllt hat und kraftlos wird, wird sie abserviert. Wenn dann auch noch das Stimmvieh (die Wähler) zu murren anfangen und zu den Kritikern überlaufen, ist der Zeitpunkt gekommen die Handpuppe entgültig auch den Verkehr zu ziehen.

Dieser Prozeß wird eingeläutet mit vereinzelt kritischen Berichten in Funk, Fernsehn und Printmedien. Dann dauert es nicht mehr lange und die ganze Wucht der Empörung trifft nun diese, die Anweisungen ihrer Herren getreu ausführende, Person (Angela Merkel). Das Stimmvieh freut sich, neue Hoffnung auf Besserung keimt auf und das Spiel kann von neuem beginnen.

Was war nun der Hauptjob von Angela Merkel
Ich bin der festen Überzeugung, dass Angela Merkel von den Strippenziehern dafür ausgesucht wurde um Deutschland für die Massenzuwanderung vorzubereiten. Es sind bis jetzt so viele Fremde zu uns gekommen, dass es im Volk gärt und der Siedepunkt bald erreicht sein könnte. Also ist nun für die Weltenlenker die Zeit gekommen den Sandmann ins Spiel zu bringen.

Der Sandmann hat die Aufgabe dem Volk vorzugaukeln, dass mit ihm wieder Recht und Ordnung einkehren wird. Im Licht der Öffendlichkeit wir er großzügig Sand in die Augen der Bevölkerung streuen und für die Beruhigung der Gemüter sorgen. Und er wird die tatkräftige Unterstützung von Funk, Fernsehen und Printmedien haben.

Auf diese Weise werden die Szenarien die von "Verschwörungstheoretikern" schon sehr schlüssig dargelegt wurden und werden in die Tat umgesetzt.

Dieses Spiel läuft schon seit Jahrhunderten und wird möglicherweise in gar nicht so ferner Zukunft beendet werden. Und zwar dann, wenn die strippenziehenden Weltenlenker ihr Ziel erreicht haben. Das Ziel der globalen Regierung.

So lange die Menschen glauben, dass die Beherrschung der Massen "Gottes Wille" ist, so lange wird sich nichts zum WOHLE ALLER MENSCHEN ändern.

Paulinchen






Donnerstag, 17. September 2015

Stell dir vor die Welt wird in Brand gesteckt und keiner bemertkt es

Dass die Welt im Chaos versinkt ist mittlerweile deutlich sichtbar und dennoch weigert sich die Mehrheit der Menschen dies zu realisieren.

Mein Anliegen ist es, mit den nachfolgenden Videos, den Menschen die, ob aus Naivität oder  Passivität, nicht verstehen oder verstehen wollen, Fakten und Hintergrundwissen, bestechend einfach erklärt, zur Verfügung zu stellen. Ich enthalte mich jeglichen Kommentars, da sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen muss.

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." Immanuel Kant


Instrumentalisiere Kriegsführung (Flüchtlinge als Kriegswaffe?!) 29.08.2015 / www.kla.tv


Will Merkel den inneren Notstand?


Traumatisierte Flüchtlinge: "Wir wollen keinen Fraß vom roten Kreuz


#Deutschland# Flüchtlinge: Merkt Euch genau, was jetzt passiert!

Mittwoch, 5. Juni 2013

Rechts oder links - warum eigentlich?

Seit langer Zeit mache ich mir Gedanken darüber, warum sich Menschen "rechts" oder "links" verorten und sich gegenseitig diffamieren und das Leben schwer machen. 

Vor einigen Tagen fand ich bei http://www.wissensmanufaktur.net/ einen Aufsatz von, Andreas Popp, mit dem Titel: "Rechts oder links?" der, meiner Meinung nach, das Problem mit "rechts und links" auf den Punkt bringt. Vieleicht bringt dieser Aufsatz ja den einen oder anderen zum Nachdenken.


Rechts oder links?

Das Teile und Herrsche-Spiel für die Systemsklaven...

von Andreas Popp
HD-Video als MP4 herunterladen (153.0MB)
Auch verfügbar auf unserem Podcast
 
Rechts oder links? Meine Erfahrungen der jüngsten Zeit veranlassen mich, zu dieser Thematik ein paar Worte zu finden. Es gibt sehr viele aktive (oft junge) Menschen, die Ihre Energie für eine bessere und fairere Welt einsetzen wollen, dabei aber oft nicht erkennen, dass sie im Interesse der bestehenden Machtstrukturen handeln.

Vorab ein paar Gedankensplitter zur heutigen Situation:
Jeden Tag sterben auf dieser Welt zigtausende von Menschen an Hunger.
Jeden Tag werden tausende von Menschen in Kriegen ermordet.
Jeden Tag werden Millionen von Tieren in Qualhaltungen geschunden und hingerichtet.
Jeden Tag arbeiten wir an einem irrsinnigen Wirtschaftswachstum und zerstören damit die Natur.


Unsere aktuellen sogenannten Volksvertreter sehen oft tatenlos zu, aber nicht nur das. Sie senden sogar unsere jungen Bürger uniformiert in fremde Länder, damit sie dort unter Vorwänden, die auf Lügen basieren, Menschen töten. Das eigentliche Ziel, das im Erobern liegt, mit dem Anliegen, die bestehenden Umverteilungsprozesse aufrechtzuerhalten, kennen die ausgesandten, bewaffneten Täter natürlich nicht, wodurch sie ebenfalls zu Opfern werden und später als Veteranen oft lebenslange psychische Qualen erleiden. Dass es den Auftraggebern letztlich nur um Macht und Geld geht, lässt aus meiner Sicht die Vermutung „niederer Beweggründe“ zu, wodurch man den Tatbestand des Auftrages zum Mord beweisen könnte.

Unter diesen furchtbaren Einflüssen leben wir nun alle, und das kann nicht spurlos an den Menschen vorübergehen. Burnout und schwere Depressionen sind die Folge, aber längst nicht nur bei den exekutiven Beamten wie Polizisten und Soldaten, die diese „Arbeiten“ umzusetzen haben, sondern auch bei den arbeitenden Menschen zuhause, die hierfür Waffen und Munition herstellen bzw. sie mit ihren Steuern bezahlen.

Eine direkte oder latente Verzweiflung der Bürger führt natürlich auch aktive Gruppen zusammen, die einfach „etwas tun wollen“ und „Zivilcourage“ zeigen. Die emotionale Aufladung dieser Menschen sammelt sich dann in gegründeten „Bewegungen“ oder „Blocks“. Daraus ergibt sich natürlich ein großes Potential an Energie, das es aus Sicht der Mächtigen zu nutzen gilt. Wachsame Menschen erkennen die immer ausgefeilteren Methoden der Manipulation, die von den Massenmedien und Politikdarstellern eingesetzt werden, um die Medienkonsumenten in Linke und Rechte einzuteilen und gegeneinander auszuspielen. So entsteht leider aus der ursprünglich hohen Motivation, etwas zum Guten zu bewirken, der Nährboden für extremistische Entwicklungen auf allen Seiten.
Mir persönlich sind kaum Menschen bekannt, die absichtlich Böses tun. Insbesondere viele Aktivisten, die Ihr Herz am rechten Fleck tragen, meinen, etwas wirklich Gutes zu bewirken. Doch „gut gemeint“ ist oft das Gegenteil von „gut“.

Wir neigen dazu, die Zusammenhänge dieser Welt empirisch zu analysieren, z.B. durch vergleichende Beobachtung. Dabei wird das Problem der nicht vorhanden „Objektivität“ erkennbar. Wir können alles beobachten, bis auf den Beobachtungsakt selbst. Oder anders gesagt: „Das Prinzip des Messens ist nicht messbar“. Hier entsteht also eine Art „blinder Fleck“.

An diesem Schwachpunkt der Menschheit können die bestehenden Machthaber mit Hilfe der unterstützenden Politikdarsteller ideal einen Hebel der Spaltung ansetzen. Seit vielen Jahrzehnten ist es gelungen, eine Unterteilung zwischen Rechts- und Linksextremisten aufrechtzuerhalten, wobei große Teile der jeweiligen Aktivisten aus derselben „Opfergruppe“ des Systems rekrutiert werden.

Wir alle wissen, dass die wesentliche Ursache dieser verworfenen Welt in dem dauernden Prozess der Umverteilung von „unten nach oben“ (besser gesagt von Fleißig nach Reich) zu erkennen ist. Dabei leiden übrigens sowohl die Reichen, als auch die Armen. Die Reichen können sich lediglich die Psychiater leisten und haben durch „Konsumorgien“ mehr Verdrängungsmöglichkeiten.

Die im Grunde gleichgesinnten rechten und linken Aktivisten gehören allesamt zu der gesellschaftlichen Gruppe, die vom bestehenden sozialökonomischen System materiell und seelisch ausgebeutet wird. Die Leidtragenden bekämpfen sich nun gegenseitig, anstatt gemeinsam an den Ursachen zu arbeiten und danach den Extremismus gezielt abzulegen. Die „Oberen“ lassen sich übrigens genauso auseinanderdividieren, indem sie sich mit gigantischem Luxus zu profilieren versuchen.

Die Methoden, mit denen diese verwirrte Welt konstruiert wurde, sind vielfältig, und ich habe sie oft kommuniziert. Wesentlich ist natürlich die Propaganda der kapitalstarken TV- und Radiosender gemeinsam mit den entsprechenden agenturgesteuerten Printmedien. Ich frage mich fast täglich, ob die Menschen nichts aus der Vergangenheit gelernt haben. In weniger als hundert Jahren wird man über die heutige Zeit vermutlich wieder sagen: „Wie kann eine Generation allen Ernstes behaupten, sie hätte nichts davon gewusst?“

Wichtig aus meiner Sicht ist es, dass wir jetzt dringend versuchen sollten, die Ruhe zu bewahren, um uns einen echten Überblick zu verschaffen. Das derzeitige historisch seltene Zeitfenster des kommenden Finanzdesasters eröffnet die Chance für eine grundlegende Neuordnung, aber es wird sich wieder kurzfristig schließen. Nutzen wir es nicht, wäre das Ergebnis eine Neuauflage des jetzigen Systems der „Teile und Herrsche Paradigmen“, um den „Fleißig nach Reich Prozess“ nicht ins Stocken zu bringen.

Momentan werde ich oft der „sozialistischen linken Szene“ zugeordnet, da ich in diversen Veröffentlichungen das bedingungslose Grundeinkommen befürworte und die Diskussion um das bestehende Eigentumsrecht aktivieren möchte. Die einfache Frage: „Ist es eigentlich gerecht, dass derjenige der Öl fördert, automatisch Eigentümer dieses von der Natur zur Verfügung gestellten Rohstoffs wird, oder sollte er nur angemessen für seine Arbeit, wie Planung, Exploration und Durchführung bezahlt werden?“ Die sofortige Verurteilung des Fragenden als „Linker“ ist wohl ein wenig dürftig, denn es geht lediglich um eine ernstgemeinte Fragestellung.

Auf der anderen Seite wird die „rechte“ Keule geschwungen. Ein Historiker, der bestehende Geschichtsbücher auf Richtigkeit und Logik hinterfragt und zu „nicht gewünschten Ergebnissen“ kommt, wird als Revisionist oder Rechtsextremist bezeichnet. Revisionen sind Überprüfungen von Geschichts- aber z.B. auch von Geschäftsbüchern. Jeder Unternehmer kennt diese Prüfer vom Finanzamt, die Niedergeschriebenes hinterfragen. Auch diese „Revisionisten“ kommen oft aus Sicht des Unternehmers zu unerwünschten Ergebnissen, aber würde man sie deshalb als Steuerextremisten bezeichnen, oder als Finanz-Nazis? Natürlich nicht.

Übrigens, waren die damaligen Nazis eigentlich Linke oder Rechte? Vor 1933 war die NationalSOZIALISTISCHE Deutsche ARBEITER-Partei ganz klar die Linke. Später wurden aus den NationalSOZIALISTEN Nazis, also Rechte. Über dieses Thema weiß man natürlich sehr wenig, denn darüber findet man in den herrschenden Geschichtsbüchern keine Aufklärung.

Wir sollten also sachlich an die Fragen herangehen. Gerade der letzte „30 jährige Krieg“ von 1914 (Beginn des sogenannten 1. Weltkrieges) bis 1944 (Bretton Woods Abkommen) muss außerordentlich sensibel angegangen werden, da in den verschiedenen Phasen dieser aggressiven Zeit furchtbare Grausamkeiten zu verzeichnen sind. Leider arbeiten bis heute nicht alle kriegsteilnehmenden Staaten ihre „Geschichte“ selbstkritisch auf, um daraus zu lernen. Ich spüre bei diesen Worten eine regelrecht angstverursachende Kälte entgegenströmen. „Will der Popp die Deutschen etwa reinwaschen?“ Nein, sage ich Ihnen, ich will nur versuchen, ein reales historisches Bild zu ermitteln, damit alle beteiligten Kriegsparteien erkennen, wie sie von ihren jeweiligen Regierungen manipuliert wurden. Diese Verwerfungen sollten künftig vermieden werden. Jeder gefallene Soldat ist einer zu viel, unabhängig davon, ob er nun Amerikaner, Engländer, Russe, Franzose, Deutscher oder was auch immer ist. Die vielen zivilen Opfer sind mir ebenfalls wichtig zu erwähnen. Keinem normalen Bürger nutzte jemals ein Krieg. Es heißt als Binsenweisheit: „Das erste was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit“. Ich gehe da weiter. Ich glaube, die Wahrheit stirbt lange vor jedem Krieg, indem man durch Lügen und propagandistische Maßnahmen erst einmal Ängste und Hass schürt, damit die Bürger den Krieg auch „einsehen“ und durchführen.

Betrachten wir nur die letzte Dekade, als Osama Bin Laden die USA angriff, Saddam Hussein die Welt mit Massenvernichtungswaffen bedrohte und heute Ahmadinedschad kurz davor steht, mit seinen Atombomben Israel „von der Landkarte zu radieren“. Offenbar lernen wir wirklich nichts aus der Vergangenheit, und es würde mich nicht wundern, wenn die Irak-Lügen des angelsächsischen Geheimdienstes in hundert Jahren in keinem Geschichtsbuch mehr stehen. Tja, wenn dann kein Zeitzeuge mehr vorhanden ist…, wer soll sich darüber aufregen? Aktuell sollten wir uns alle um die israelische und iranische Bevölkerung sorgen, die vermutlich wieder von ihren Regierungsadministrationen propagandistisch gegeneinander aufgehetzt werden.

Wir sollten endlich anfangen, die Gesamtsysteme zu hinterfragen. Statt Teile- und Herrsche-Spiel könnte man auch sagen: „Ihr streitet, ich herrsche“. So oder ähnlich könnten die Initiatoren dieser Welt denken. Die vielen sinnlosen Kriege, der völlig unnötige Welthunger, die deprimierten Menschen usw. könnten durch autarkes Denken der Völker schnell der Vergangenheit angehören, aber dazu müssen wir zusammenrücken (uns nicht unbedingt zusammenschließen).

Das Überbevölkerungsdogma ist widerlegbar. Wir sind nicht zu viele, wir sind nur zu blöd...!

Wir brauchen endlich Toleranz auf allen Ebenen. Warum unterstellen mir kritische Blogs der „linken Szene“, dass ich als „Rechter“ angesehen werden muss, während mich die „rechte Szene“ als „Ultra-Links“ diffamiert. Hier erkennt man die entstehenden Probleme, wenn man außerhalb dieser organisierten Parameter steht. 
Zwei Punkte möchte ich deutlich machen:

1.    Lasst uns sachlich, zielgerichtet und mit Respekt kommunizieren und auf diese Weise für eine friedliche Welt eintreten.
Wir sollten über andere Menschen immer so sprechen, wie wir es auch täten, wenn uns die betroffenen Personen gegenüber säßen. Auch ich habe in der Vergangenheit nicht immer diese wichtige Voraussetzung beherzigt und möchte mich bei den betroffenen Personen entschuldigen, die ich diffamiert haben sollte, obwohl ich vorher nicht persönlich mit ihnen kommunizierte. Natürlich gebe auch ich gern meine Fehlbarkeit zu.

2.    Lasst uns anfangen, erst dann (besonders) mediale Aussagen zu beurteilen, wenn wir alle Seiten tatsächlich angehört haben.
Bis zum heutigen Tage habe ich noch keinen Taliban-Führer in seiner Sprache mit Untertiteln in den Medien gehört. Allein die gebetsmühlenartigen Medienaussagen, es seien Terroristen, reichen für eine Meinungsbildung einfach nicht aus. Auch hört man niemals z.B. einen NPD-Funktionär live im Fernsehen, damit man sich selbst ein Urteil über seine „dumpfe und diffamierende“ Gesinnung machen kann. Hält man die Bürger für so dumm, dass sie nicht erkennen würden, wenn ein solcher Mensch lediglich eine ideologisch geprägte Gewalt predigen würde? Grölende Figuren, bei denen man nicht einmal weiß, ob sie vom Verfassungsschutz finanziert werden, meine ich natürlich nicht.


Welche tatsächlichen Aussagen würde z.B. ein sogenannter „linksautonomer“ Führer von sich geben, wenn er vor einer Kamera säße? Würden wir nicht die Chance erhöhen, die konkreten Ursachen für ein eventuell extremistisches Gedankengut zu ermitteln? Die Argumentation, solchen Extremisten keine Plattform zu bieten, ist aus meiner Sicht zu kurz gesprungen. Wovor hat man Angst? Vor Kommunikation?

Ich persönlich kenne keine Personen aus extremistischen, gewaltpredigenden Kreisen und traue mich auch nicht, einen kommunikativen Kontakt zu suchen, da man diesen Vorgang als „Sympathisant“ medial verfremden kann, wie ich es bereits erlebte. So bleibt mir nur die Möglichkeit, einzelne Personen aus meinem Leben auszuschließen, die sich als stumpf und gewaltbereit herausstellen.

Ich bitte die vielen Menschen aus den verschiedenen Generationen und Kulturkreisen, die sich wirklich für eine bessere und gerechtere Welt einsetzen wollen, ihr autarkes Denken zu schärfen und sich niemals von Verführern einlullen zu lassen. Diese Gefahr besteht in einzelnen Blocks oder Aktivistengruppen, aber auch in den politischen Parteien, Konzernen, Verbänden und Massenmedien.

Die „veröffentlichte“ Meinung hat aus meiner Sicht nichts mit der „öffentlichen“ Meinung zu tun.

Sprechen wir also miteinander… und zwar alle... ohne Vorurteile. Wir haben zwei Ohren und zwei Augen, aber nur einen Mund. Vielleicht sollten wir daraus ableiten, dass wir die doppelte Zeit hören und sehen sollten, aber nur die einfache Zeit sprechen.

Vielleicht wird dann auch unser Plan B erst einmal gelesen und durchdacht und danach darüber gesprochen. Pauschale Diffamierungen unserer Ergebnisse zeigen deutlich, wie richtig wir offenbar bei unseren Forschungen liegen. Mit unserem Lösungsmodell würden wir eine deutliche Umkehr der absurden Feindbilder bewerkstelligen, gerade weil wir die Eigenschaften der aktuellen Menschheit als Basis akzeptieren. Modelle, die im ersten Schritt einen großen Bewusstseinssprung benötigen, sind nicht unser Thema. Alles zu seiner Zeit.

Ich hoffe sehr, dass diese Ausgabe vor allem verbindende Elemente vermittelt, denn es geht nicht um Parteinahme für irgendwelche Gruppierungen, sondern es geht um alle Menschen dieser Welt. Niemand bräuchte verelendend dahinzuvegetieren, würden wir die richtigen Weichen stellen.

Wäre es nicht wunderbar, wenn wir ein faires Gesamtsystem einführen, von dem alle Menschen partizipieren, egal ob Arm oder Reich? Es gibt viel zu tun. Griechenland würde sich als Testmodell für eine tatsächliche Neuordnung wirklich anbieten.

Langsam sollten wir alle erkennen, dass es keinen Sinn macht, nicht systemkonforme Länder mit Bombardierungen ausbremsen zu wollen. Ich glaube sogar, dass immer mehr Menschen erwachen und dieser positive Prozess weitergehen wird.

Unterstützend sollte jetzt die künstliche Spaltung der Menschen z.B. durch Aktivistengruppierungen, Blocks, Vereinen, Parteien usw. überwunden werden. Die Chancen sind gut, denn die zurzeit noch subkutan verlaufende Exponentialentwicklung der Erkenntnis könnte sehr kurzfristig nach oben durchbrechen. Toleranz ist eine echte Lebenseinstellung und kein Pseudobegriff.

Denken Sie immer an das tibetanische Sprichwort:
„Ein Baum, der fällt, macht mehr Lärm als ein Wald, der wächst.“

In diesem Sinne alles Beste für Sie.

Ihr Andreas Popp, März 2012
Quelle http://www.wissensmanufaktur.net/rechts-links

Dienstag, 4. Oktober 2011

New York - Brooklyn Bridge - 1. Oktober 2011

Vorab einen herzlichen Dank an meinen Schwiegervater, der seinen Sohn davor bewahrt hat Polizist zu werden. Er gab zu bedenken, dass er als Staatsdiener durchaus in die Lage kommen könnte, einmal gegen das Volk antreten zu müssen. Stuttgart 21 hat ganz deutlich gezeigt, dass diese  Annahme berechtigt war. 

Im folgenden einige Videos, die uns zeigen, dass die USA wirklich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind; im Positiven wie im Negativen.

Seit dem 24. Sep. formieren sich die Menschen in den USA, um gegen die herrschenden Mißstände zu demonstrieren, vorallem gegen die Wall Street. Die New Yorker Polizei (Staatsdiener) ist nun gezwungen* sich als Schutzwall zwischen die Bevölkerung und die Mächtigen des Landes aufzustellen um die Protestierenden aufzuhalten und festzusetzen; mit allen Mitteln. Wie dies gehandhabt wird, ist auf den Videos deutlich zu sehen.


Der Weg in die Falle


Die Falle ist zugeschnappt


Verhaftung einer Dreizehnjährigen


Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Zeiten rauher werden, auch bei uns, wenn wir nicht endlich anfangen das herrschende System zu hinterfragen. Wenn man sich ernstlich mit diesem System auseinandersetzt wird man erkennen, dass wir in einem System leben, welches auf Krieg und Zerstörung angelegt ist. Wer glaubt er könnte in diesem System irgendwann einmal in Frieden leben, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen. 

*Staatsdiener beschützen im Ernstfall ja nicht die Bevölkerung vor den Angriffen der Mächtigen im Staat, sondern umgekehrt die Mächtigen werden vor der Bevölkerung geschützt, wie wir an Hand diverser Beispiele der jüngeren Geschichte nachvollziehen können. 

Paulinchen

Mittwoch, 16. März 2011

Frau Merkel, sind Sie eine Zickzackkanzlerin?

In der Sendung "ZDF spezial: Atomkatastrophe in Japan?" fragt Peter Frey (ab 05:20)

 "Wenn man's nochmal einordnet in die großen Linien Ihrer Energiepolitik, Frau Merkel, kann man dann nicht sagen, Sie sind eine Zickzackkanzlerin?" 

Frau Merkel: "Nein, das glaube ich nicht, sondern man kann sagen ich bin eine Bundeskanzlerin, die auf die jeweiligen Gegebenheiten reagiert ..." 

Nach meinem Verständnis hat Angela Merkel die Frage von Peter Frey mit einem klaren Ja beantwortet, denn nichts anderes steckt hinter den Worten: "auf die jeweiligen Gelegenheiten reagiert"

Für Politiker ist es überlebenswichtig ihre Aussagen zu verklausulieren, damit das gemeine Volk ihnen nicht so schnell auf die Schliche kommt.

Paulinchen

Mittwoch, 25. August 2010

Schmerzfrei und in Würde sterben - eine Verhandlungssache?

"Es kann nicht sein, dass eben hier im letzten Lebensabschnitt die Schwächsten der Schwachen, die Sterbenden, die eigentlich keine eigne Kraft mehr haben, dass die ein Stück weit eben dann allein gelassen werden, in der Hoffnung, die werden schon nicht noch mal prozessieren. Das kann nicht sein. Also von daher hoffe ich, dass die Krankenkassen sich doch eben hier allmählich zu einer Flächendeckenden Versorgung  bewegen werden, was wir seit 3 Jahren gesetzlich längst wollen."
Paul Lehrieder, CSU MdB, Petitionsausschuss
Quelle: Frontal 21 (ab 33:38, ganzer Beitrag ab 26:34)

Mit dem Tod beschäftigen sich die meisten Menschen äußerst ungern und doch ist er das Ziel unseres Lebens. Vielleicht ist das sich mit dem Tod nicht beschäftigen wollen, ihn zu ignorieren, ein Grund dafür, dass immer mehr Menschen einsam und Menschenunwürdig sterben. 

Es reicht nicht aus, sich bei gegebenem Anlass zu echauffieren. Es ist dringend erforderlich - schon im eigenen Interesse - sich damit ernsthaft auseinanderzusetzen. Wenn dies nicht geschieht, wird sich nichts verändern. Das heißt jetzt nicht, dass es dann so bleibt wie es jetzt ist, ganz im Gegenteil. Die Vorstellungskraft der meisten Menschen reicht nicht aus, um sich auch nur annähernd vorzustellen, wohin unsere Gleichgültigkeit diesbezüglich führen kann. Und es ist eine Aufgabe, die wir nur GEMEINSAM bewältigen können.

Paulinchen

Donnerstag, 15. Juli 2010

Tauschen oder Teilen?

Alles, was ich bisher über Marktwirtschaft und Kapitalismus gelesen und gehört habe, konnte mich nicht wirklich überzeugen, ganz im Gegenteil. Die vielen Ungereimtheiten, die im Kern nicht erklärt werden konnten, ließen mich immer skeptischer werden. Ein so lebenswichtiges Thema wie es die Marktwirtschaft ist, muss für jeden verständlich und nachvollziehbar sein. Ist das nicht der Fall, dann ist daran etwas "faul".

Um hier nicht missverstanden zu werden, nicht das Verstehen dessen, was ich über Marktwirtschaft und Kapitalismus gelesen und gehört habe, ist das Problem, sondern dass die Fragen, die ich in den Raum stellte nicht zufriedenstellend beantwortet werden konnten.

Vor etwa zwei Wochen entdeckte ich in dem Magazin "Humane Wirtschaft" den Artikel "Staatsschulden - ein Selbstbetrug" von Robert Pawelke-Klaer, der meine immer noch offenen Fragen schlüssig und einleuchtend beantwortete. Im Grunde bestätigte er mein diesbezügliches Denken und gab mir Argumentationen an die Hand, um meine Vorstellung von einer funktionierenden lebenswerten Gemeinschaft in kommenden Diskusionen überzeugender vermitteln zu können.

An Kritik über die Folgen des Kapitalismus mangelt es wahrlich nicht, jedoch brauchbare Ansätze für eine Marktwirtschaft, die allen Menschen sowie unserem Lebensraum zu Gute kommen, sind rar gesät. Die Erklärungen, Anregungen und Schlussfolgerungen des Autors sind nach meiner Einschätzung stichhaltig und wohlüberlegt. Doch lesen Sie selbst und bilden Sie sich eine eigene Meinung.

Ein Paradigmenwechsel
von Robert Pawelke-Klaer

Was unsere Sichtweise des menschlichen Marktlebens betrifft, so dreht sich darin noch immer die Sonne um die Erde. Wir gehen bei der Betrachtung der Marktwirtschaft - wie einst unsere Vorfahren bei der Betrachtung der Planeten am Firmament - von einer völlig falschen Annahme aus, die es uns unmöglich macht, unser eigenes Wirtschaftsleben und Marktleben zu begreifen. Gleichzeitig verleiten uns unsere Irrtümer zu Verhaltensweisen bei der Arbeit und auf dem Markt, mit denen wir jene Probleme regelrecht produzieren, die wir nach vollbrachter Tat der Marktwirtschaft anlasten. Dabei vergessen wir immer wieder, dass wir selbst die Wirtschaft sind, dass vor und hinter jeder Ladentheke ein Mensch steht, dass es die Menschen sind, welche sich geben, was sie zum Leben benötigen. Und wenn diese miteinander über die Ware und den Preis verhandeln, dann handelt es sich dabei um einen zutiefst menschlichen Vorgang, denn im Mittepunkt solcher Verhandlungen stehen menschliche Bedürfnisse.

Das zentrale Kennzeichen der Marktwirtschaft ist die gesellschaftliche Arbeitsteilung. Dies wird niemand bestreiten können oder bestreiten wollen. Davon gehen die Wirtschaftstheorien aller Couleur aus. Ohne gesellschaftliche Arbeitsteilung kann es keinen Markt geben. Ein Markt wiederum ist unumgänglich, wo gesellschaftliche Arbeitsteilung praktiziert wird. Marktwirtschaft und gesellschaftliche Arbeitteilung sind Synonyme.


Der Ursprung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung ist die Individualität, die Unterschiedlichkeit der Menschen. Diese Produktionsweise erlaubt es ihnen, sich einer Arbeit zu widmen, die den eigenen Möglichkeiten und Neigungen entspricht. Gleichzeitig befreit sie die Menschen von all den Arbeiten, zu denen sie gar nicht oder nur unter sehr großen Mühen in der Lage wären. Ebenso dient die gesellschaftliche Arbeitsteilung den Menschen dazu, ihre Individualität zu entfalten und auszuleben. An der Arbeitsteilung führt kein Weg vorbei.


Gesellschaftliche Arbeitsteilung bedeutet, dass die Menschen die verschiedenen Arbeiten, die sie verrichten müssen oder wollen, um ihre unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche zu befriedigen, untereinander aufgeteilt haben. In einer Marktwirtschaft versorgen sich die Menschen weder selbstständig noch privat, d.h. getrennt voneinander, sondern sie versorgen sich vielmehr gemeinschaftlich, gesellschaftlich. Für den Markt zu produzieren heißt, andere mit einem Gut oder einer Dienstleistung zu versorgen. Auf dem Markt ein Gut oder eine Dienstleistung einzukaufen bedeutet, von der Arbeit anderer zu leben. In einer Marktwirtschaft produzieren wir, was andere konsumieren, und wir konsumieren, was andere produziert haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um unmittelbar materielle Güter und physische Dienstleistungen handelt oder um geistige und kulturelle Güter. Sie sind alle Teile menschlicher Lebensäußerung und menschlicher Bedürfnisse. Wenn es im ZEN heißt, "Wunderwirken, Wunderkraft - Holz hacken, Wasser holen", dann wird damit darauf hingewiesen, dass diese Vorgänge ebenso ein "Wunder" des Lebens sind, wie das Erschaffen und Erleben eines Kunstwerkes.


Nun gilt es, sich auf den angekündigten Paradigmenwechsel einzulassen, ohne den es uns unmöglich ist, das menschliche Wirtschafts- und Marktleben zu verstehen und unsere heutigen Irrtümer zu begreifen, um sie hinter uns lassen zu können. Auch wenn wir bereits mit der Muttermilch die Vorstellung in uns aufgenommen haben, die Marktwirtschaft basiere auf dem Tausch von Gütern und Dienstleistungen, so gilt es, gegen alle Vorurteile zu der Einsicht zu gelangen, dass die Marktwirtschaft nicht auf dem Prinzip des Tauschens, sondern auf dem Prinzip des Teilens aufbaut. In einer Marktwirtschaft verbirgt sich hinter jedem "Tausch" ein Teilen bzw. Verteilen.


Wer vom Tausch ausgeht, der versteht sich und die anderen als unabhängige und selbstständige Teile. Im Gegensatz dazu bedeutet ein Teilen, sich als Teil eines Ganzen zu verstehen. Zwischen diesen beiden Anschauungen liegen Welten. Dass das Teilen das Fundament der Marktwirtschaft bildet, zeigt sich in erster Linie darin, dass wir die unterschiedlichen Arbeiten, die wir verrichten müssen, um unseren Lebensunterhalt zu sichern, untereinander aufgeteilt haben und so die Arbeiten miteinander teilen. Ein Tausch würde voraussetzen, dass wir uns grundsätzlich unabhängig voneinander bzw. selbstständig versorgen und tauschen, was wir an Überschuss produziert haben. Doch in einer Marktwirtschaft produzieren wir ausschließlich und von vornherein für andere. Unsere Arbeit ist ein Dienst am Nächsten. Wir haben mit der Einführung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung unsere Selbstständigkeit zugunsten des Nutzens, der mit dieser Arbeitsteilung einhergeht, "aufgegeben". Dies heißt nicht, dass wir davon ausgehen können, dass es je eine Zeit gegeben hat, in welcher der Mensch ein wahrer Selbstversorger gewesen wäre.


Wo die Menschen die Arbeit miteinander teilen, da kann es sich letztlich auf dem Markt nur um eine Verteilung bzw. um ein Teilen des arbeitsteilig produzierten gesellschaftlichen Reichtums handeln. Daran kann der alltägliche Anschein von "Tauschgeschäften" auf dem Markt nichts ändern. Von einem Tausch kann nur dort gesprochen werden, wo wahre Selbstständigkeit bzw. Unabhängigkeit zwischen den Menschen besteht. Doch davon kann in einer Marktwirtschaft keine Rede sein.


Die Marktwirtschaft beruht auf dem Teilen, das mit dem Teilen der natürlichen Ressourcen beginnt, sich mit dem Teilen der jeweiligen Arbeiten fortsetzt und beim Teilen des arbeitsteilig produzierten gesellschaftlichen Reichtums endet. Das Geld ist daher kein Tauschmittel, sondern ein Verteilungsmittel. Indem wir es als ein Tauschmittel betrachten und damit seine wahre Natur verkennen, kann es zur Brechstange der Macht werden, wie es Friedrich Nietzsche einmal ausdrückte. Diese Macht können wir dem Geld nur dann entziehen, wenn wir einerseits die Marktwirtschaft als eine auf dem Teilen beruhende Wirtschaftsweise begreifen und damit andererseits das Geld als das betrachten können, was es ist, ein Verteilungsmittel.

Nur auf der Grundlage dieses Paradigmenwechsels wird es uns möglich sein, die wahren Irrtümer in unserm heutigen ökonomischen Bewusstsein zu erkennen, um jenen Wandel einzuleiten, nach dem sich nicht alle, aber die meisten Menschen sehnen. Dieser Wandel lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wir brauchen "nur" mitten in der Marktwirtschaft vom Kapitalismus zur Marktwirtschaft überwechseln. Der Kapitalismus besteht aus jenen Sicht- und Verhaltensweisen, die der Marktwirtschaft unterstellen, dass sie auf dem Tausch beruhe. Der Nutzen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung kann nur dort allen Menschen und das heißt einem jedem Menschen zuteil werden, wo wir von einem Miteinander-Teilen ausgehen. Wir können nicht den Kapitalismus humanisieren, wie es ein Buchtitel suggeriert, sonder wir können nur die Marktwirtschaft humanisieren, indem wir uns der kapitalistischen Sichtweisen und Werte entledigen und uns der Werte der gesellschaftlichen Arbeitsteilung bewusst werden und sie zu leben beginnen. Wir müssen nicht den Kapitalismus bekämpfen, sondern wir müssen die Freiheiten, welche die freie Marktwirtschaft für uns bereithält, dazu nutzen, die Marktwirtschaft zum Leben zu erwecken, die von uns, wie jede andere Arbeitsteilung, Zusammenarbeit erwartet.
Quelle
Robert Pawelke-Klaer www.marktlehre.de

Paulinchen

Dienstag, 11. Mai 2010

Revolution in die Köpfe

Immer wieder lese oder höre ich den Satz: "Es müsste mal eine Revolution geben." Jedes mal durchläuft mich ein kalter Schauer, ich halte unwillkürlich den Atem an und lausche, ob der Lärm von aufgestauter Wut und blindem Hass schon zu hören ist ...

Vor einigen Tagen stolperte ich bei YouToube über ein Zeitdokument von Rudi Dutschke, Rudolf Augstein und Ralf Dahrendorf, in dem Rudi Dutschke erklärt, was er unter Revolution versteht und unter welchen Voraussetzungen eine Revolution erfolgreiche Veränderung bringen kann.

Da sich das gesprochene Wort nur allzuschnell verflüchtigt und Informationen, zum besseren Verständnis, mit allen Sinnen - in diesem Fall durch Hören und Lesen - aufgenommen werden sollten, habe ich die Möglichkeit für beides geschaffen. Beim Umwandeln von Ton in Schrift, ist mir vieles bewusster geworden.

Rudi Dutschke
"Revolution ist nicht ein kurzer Akt, wo mal irgendwas geschieht und dann ist alles anders. Revolution ist ein langer komplizierter Prozess, wo der Mensch anders werden muss. Wir haben vor zwei Jahren in kleinen esoterischen Zirkeln geglaubt, wir haben den Weltgeist für uns gemietet. Heute sind es Tausende. Eine Minorität, in der Tat. Aber der Prozess der Veränderung geht über diesen Weg, des wie ich es mal genannt hab, des langen Marsches durch die bestehenden Institutionen, in denen durch Aufklärung, systematisch Aufklärung und direkte Aktionen, Bewusstwerdung bei weiteren Minderheiten in- und außerhalb der Universität, in Schulen, Berufsschulen, auch in Ingenieursschulen, auch Technische Universitäten und schließlich in Betrieben, grad wo Arbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen. Dieser Prozess hat begonnen und das ist eine langwierige Geschichte, die jetzt grade erst von uns in Gang gesetzt wurde, aber schon darauf hin deutet, dass wir nicht allein bleiben. Wenn wir allerdings unseren angefangenen Weg beenden und an der Universität scheitern, dann ist es sicher, dass der Weg in der Gesellschaft verbaut ist. Und ein letztes, die Frage von Konterrevolution und Revolution. Der Begriff der Revolution ist heute auch nur noch international zu begreifen. Es wird keine deutsch Revolution geben. Es wird aber einen weltweiten Prozess der Emanzipation in einem langen Sinne geben. Völker kämpfen schon."

Rudolf Augstein
"Ja, ich habe mich etwas gewundert, dass Herr Dutschke so großen Wert darauf legt, dass er als subversives Element verleumdet wir. Ich hatte gehofft er empfindet sich als ein subversives Element. Will damit nicht sagen, dass wir uns alle als solche empfinden sollten, vielleicht sollten wir das aber. Die Revolution ist aber doch eine Sache, die im äußersten, ein äußerstes Mittel aus einer, man darf sagen, aus einer äußersten Not heraus und eine Spielerei wie sie im Moment öfter erscheint, kann sie natürlich nicht sein."

Ralf Dahrendorf
"Wenn es Revolutionäre gibt, ohne eine Situation in der sie gemacht werden kann, dann werden die leicht zu komischen Figuren. Meine eigene These ist, dass wir zwar einige Revolutionäre unter uns haben und ich bin froh darüber, aber eine revolutionäre Situation beschreibt die gegenwärtige Lage der Bundesrepublik nicht. Das heißt also, ich würde Herrn Dutschkes Frage, wo sind die Bedingungen der Reform gleich konkret beantworten wollen, damit, dass ich sage, es gibt Bedingungen für mögliche Reformen heute. Um eines allerdings muss ich, für die Zwecke der Diskussion, Herrn Dutschke bitten. Wenn sie sagen, es ist ein langer, langer Weg und wenn sie hinweisen, auf die Jahrzehnte, die das dauern kann, dann machen sie ihre Auffassung unangreifbar. Was soll jemand dazu noch sagen? Das ist also schlicht eine Theorie die man in die Welt setzen kann, aber die man nicht mehr diskutieren kann. Das heißt also, wenn sie einfach..." (Abbruch durch Applaus)

Rudi Dutschke
"Es kann keine Studentenrevolution geben. Ein, das was Revolution heißen könnte, könnte nur heißen, einer Mehrheit dieser bestehenden Bevölkerung ist bewusst geworden in einem langen Prozess von Aufklärung und Aktion und akzeptiert die bestehenden Institutionen nicht mehr. Erst dann ist Revolution möglich. Wir haben begonnen, stehen vielleicht am Ende der vorrevolutionären Phase, haben aber absolut noch keine Möglichkeit als Studenten Revolution zu machen. Das wäre nichts anderes, als eine Reproduktion der Elitentheorie, dass wir als Studenten dem Volk sagen könnten was los ist. Ich fühle mich nicht als Elite. Ich bin einer von denen, die die Chance haben zu studieren, einiges zu erkennen und habe die Aufgabe und Pflicht - und das ist der Wissenschaftsbegriff der dahinter steht, über den muss noch geredet werden - Wissenschaft als Moment der Selbstbefreiung des Menschen von unbegriffenen Mächten. Das heißt Aufklärung aus dem wissenschaftlichen Studium heraus. Und als Wissenschaftler haben wir die Aufgabe diesen Prozess der Selbstbefreiung des Menschen von den unbegriffenen Mächten zu forcieren und uns nicht zu Objekten anderer Mächte der Gesellschaft zu machen."

Rudolf Augstein
"Dies hier sind eschatologische Vorstellungen. Man will eine neue Gesellschaft schaffen nur durch den revolutionären Willen von meinetwegen noch so beachtlichen Einzelnen und Herr Dutschke ist so ein beachtlicher Einzelner. Aber, diese neue Gesellschaft zu schaffen, den neuen Menschen zu schaffen für die Versöhnung von Mensch und Natur tätig zu werden, darunter können wir uns nichts vorstellen, damit dürfen sie uns auch nicht traktieren."

Rudi Dutscke
"Es gilt erstmal ein Bewusstsein des Missstandes zu schaffen. Jetzt nicht gleich zu fragen, gib doch die Antwort. Ein Dutschke will keine Antwort geben, das wäre genau wieder die manipulative Antwort, die ich nicht zu geben bereit bin. Denn was soll es bedeuten, als Einzelner Antworten zu geben, wenn die Gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit bestehen bleibt. Die muss durchbrochen werden, dann können Antworten gegeben werden."

Auf YouToube Rudi Dutschke Bewusstlosigkeit in der BRD

Die Eliten haben Rudi sehr gut verstanden und wussten um die Gefahr, die sich da anbahnte und prompt haben sie die Universitäten als Keimzellen für Umstürze unbrauchbar gemacht. Langsam aber stetig haben sie den Studenten die Zeit genommen, die sie benötigen um sich Gedanken über Missstände und Veränderungen in der Gesellschaft zu machen. Der Wandel der Gesellschaft tat das übrige.

Mein Wunsch ist, dass viele Menschen die Worte von Rudi verinnerlichen und somit der Wille zu Veränderungen - von der alle Menschen profitieren - wieder möglich wird. Die Worte Menschlichkeit, Mitgefühl, Gemeinsamkeit ... wieder mit Leben gefüllt werden und nicht nur tote Worte bleiben.

Revolution beginnt im Kopf und muss mit klarem Verstand und kühlem Kopf zu ihrem Ende geführt werden und sie braucht viele Köpfe, gleich einer Hydra. Wut, Hass, Vergeltung, Mord sind keine brauchbaren Werkzeuge für Veränderung.

Paulinchen

Donnerstag, 6. Mai 2010

Das Dimensionsempfinden für Zahlen von Frau Silvana Koch-Mehrin

Wer die Schlussrunde der Sendung "Hart aber Fair" aufruft, kann sich selbst ein Bild vom Vorstellungsvermögen der netten Blondine machen.

Könnte es sein, dass dieser mangelnde Bezug zur Zahlenrealität zum Standard der FDP Politik gehört? Dies würde dann auch die Steuerpolitik der FDP erklären.

Paulinchen

Mittwoch, 14. April 2010

Ein außergewöhnlich gutes Resümee

Ein Text dessen Verbreitung mir sehr am Herzen liegt.

Eine bessere Ausführung zum derzeit hochkochenden Thema "Kindesmissbrauch" habe ich nirgendwo gefunden. Sachlich und gut durchdacht, dröselt Aebby das Problem auf. Bemerkenswert ist auch der Kommentar dazu von Hans Kolpak.
Lieber interessierter Leser, überprüfe meine Behauptung bitte selbst. Bei Zustimmung bitte weitersagen! Ansonsten, eventuell mehrmals lesen und wirken lassen. Dies ist kein Text, der einfach im Vorübergehen mitgenommen werden sollte.

Hilfreiche Bücher, um sich diesem Thema zu nähern, könnten unter anderem sein:
"Hört ihr die Kinder weinen", herausgegeben von Lloyd de Mause
und
"Am Anfang war Erziehung" von Alice Miller.

Paulichen

Dienstag, 13. April 2010

Die ungehörten Rufe der Kassandra

Viele Menschen zensieren sich selbst, indem sie Informationen, aus welchen Gründen auch immer, abblocken. Oft landen selbige zu schnell in diversen Schubladen. "Verschwörungstheorie", "Braune Soße", "Antisemitismus", "Esoterik" sind besonders beliebt und obendrein sehr effektiv. Wie ich darauf komme? Nun ich schöpfe aus eigenen Erfahrungen, befand ich mich doch lange Zeit selbst in dieser misslichen Lage.

Vor vielen Jahren spielte mir der Zufall ein Buch in die Hände - geschrieben von einem noch sehr jungen Menschen - dessen Inhalt mein damaliges Weltbild komplett auf den Kopf stellte. Jenes Buch enthielt viele brisante, historische Dokumente, die nach langer Zeit der Geheimhaltung an die Öffentlichkeit kamen, sowie Schlussfolgerungen des Autors. Um abzuwägen, wie mein zerbrochenes Weltbild neu zu gestalten war, konfrontierte ich mein näheres Umfeld mit den neu gewonnen Einsichten. "Verschwörungstheorie", "Antisemitismus", "Braune Soße" riefen sie. Jedes Wort traf mich wie ein Peitschenhieb. Zutiefst erschrocken zog ich mich zurück und vermied es weiter darüber zu reden.

Nach außen sah es so aus, als hätte sich dieses Thema für mich erledigt, innerlich jedoch arbeitete es ohne großes Zutun von mir weiter. Meine unstillbare Neugier und die permanente Frage "WARUM" waren meine treuesten Helfer und sorgten für immer neue Nahrung, damit der gelegte Samen wachsen konnte.

Dann geschah etwas Wunderbares. Mir begegnete eine Frau, die meine beste Freundin werden sollte. Sie lehrte mich Hören, Sehen, Verstehen und vor allem Streiten. Mit ihr konnte ich in die Tiefe gehen und die Themen die mich beschäftigten ausdiskutieren. Lange Rede, kurzer Sinn, sie zeigte mir meine Stärken und Schwächen und mittlerweile sind wir beide ein unschlagbares Team. Für mich wurde sie zum "I-Tüpfelchen" meines Lebens.

In jeder Information* steckt ein Körnchen Wahrheit, dass es wert ist gefunden zu werden. Jeder, der wissen will, tut gut daran dieses "Körnchen Wahrheit" zu suchen. Möglicherweise ist ja für den ein oder anderen Leser diese Leseempfehlung der Anfang einer Entdeckungsreise und er kann Kassandra als das erkennen, was sie ist, eine Warnerin vor kommendem Unheil.

Paulinchen

*Den Begriff Information verwende ich nicht für Aussagen wie:
  • "Die Juden streben die Weltherrschaft an."
  • "Ausländer raus"
  • "Deutschland den Deutschen"
  • "Alle Arbeitslosen sind Schmarotzer und arbeitsscheu"
  • und ... und ... und ...
Aussagen dieser Kategorie gibt es unendlich viele. Es sind Behauptungen, persönliche Meinungen die keiner ernsthaften Überprüfung standhalten. Das unselige daran ist, dass sie sich lange im Verborgenen halten und je nach Zeitgeist mit Macht hervorbrechen. Dass diese Art der Manipulation immer wieder funktioniert, zeigt die Meinungsmache im Rahmen der Hartz-IV-Debatte sehr gut auf.

Freitag, 9. April 2010

Das soll Mundraub sein?

Gestern - ich war mit dem Auto unterwegs um meine Besorgungen zu erledigen - erreichte mich über das Radio folgende Nachricht: "Fleischhändler reißt Restaurantgästen die Steaks vom Teller". Staunend hörte ich den Bericht der Sprecherin und wähnte mich im falschen Film. Wieder zu Hause, konnte ich mich dann im Internet überzeugen, dass es keine Ente war.

Es entzieht sich meiner Kenntnis, wie in der Gastronomie Lieferung und Bezahlung gehandhabt werden, die Schlussfolgerung der Polizei, dies ist nur eine "grobe Unfreundlichkeit", kann ich nicht nachvollziehen. Für mein Verständnis ist solches Handeln kein Mundraub, sondern Selbstjustiz.

Es bleibt nur zu hoffen, dass dies ein Einzelfall bleibt.

Paulinchen

Donnerstag, 8. April 2010

Geld abschaffen? Warum?

Epikurs Forderung "Geld abschaffen!", die auch viele andere stellen, ist durchaus verständlich, würde jedoch das Problem nicht beseitigen. Die Welt in der wir heute leben, kann ohne ein Zahlungsmittel nicht existieren. Warum sollte es also nicht das Geld sein?

Das Problem ist nicht das Geld, sondern der Zins. Demnach müsste die Forderung heißen "Zins abschaffen!" und zwar ohne "Wenn und Aber". Zudem müsste das Geld ein Verfallsdatum erhalten.

Wer jetzt sagt, so ein Quatsch, wie soll das denn funktionieren?, den möchte ich bitten, sich diesen und vielleicht auch diesen Film in aller Ruhe ansehen.

Um einen moderaten Umgang mit Geld zu erarbeiten, wäre es von immensen Vorteil, wenn sich viele Menschen mit der Thematik Geld ernsthaft und im Sinne des Allgemeinwohls beschäftigen würden.
  • Was genau ist Geld?
  • Wie entsteht es?
  • Was sind Zins und Zinseszins?
  • Womit wird der Zins bezahlt?
Erschreckend wenig Menschen wissen darüber Bescheid, oder haben eine Ahnung von dieser Materie. Eine gute Adresse sich zu informieren, ist unter anderem Professor Bernd Senf.

Über Geld wusste ich bis vor Kurzem nur, dass man es unbedingt zum Leben braucht. Manche werden mit dem "Goldenen Löffel im Mund" geboren und alle anderen müssen dafür arbeiten. Fast jeder versucht soviel Geld wie möglich zu bekommen um sorgenfrei leben zu können. Wege dies zu erreichen gibt es viele. Die einen schuften sich zu Tode, andere versuchen ihr Glück im Spiel, wieder andere erbetteln es, einige Rauben und Morden sogar dafür. Ach ja, und dann ist da noch die Bank, bei der man sich das Geld, das die Sparer auf ihren Sparkonten der Bank anvertrauen, gegen Zinsen ausleihen kann.

Stimmt das?
Ist das wirklich so?
Oder ist es vielleicht ganz anders?

Wer neugierig und in der Lage ist sich seine Naivität in Puncto Geld einzugestehen, dem werden die vorangegangenen Links vielleicht die Augen öffnen.

Paulinchen

Dienstag, 30. März 2010

Was zeichnet eine Gesellschaft aus?

Immer wenn ich damit konfrontiert werde, dass das "Bedingungslose Grundeinkommen" nicht umsetzbar ist, fällt mir folgende Geschichte von Jean Liedloff aus ihrem Buch "Auf der Suche nach dem verloren Glück" ein.

"Zwei Indianerfamilien wohnten in einer Hütte mit Aussicht auf einen herrlichen weißen Strand, eine Lagune in einem weiten Halbkreis von Felsen mit dem Caroni und den Arepuchifällen dahinter. Der eine Familienälteste hieß Pepe, der andere Cesar. Pepe erzählte mir die Geschichte.

Offenbar war Cesar in sehr jungem Alter von Venezolanern "adoptiert" worden und war mit ihnen in eine Kleinstadt gezogen. Man schickte ihn zur Schule, er lernte lesen und schreiben und wurde als Venezolaner aufgezogen. Als er erwachsen war, kam er, wie viele Männer aus jenen Städten in Guyana, zum Oberen Caroni, um sein Glück bei der Diamantensuche zu versuchen. Er arbeitete gerade mit einer Gruppe von Venezolanern, als er von Mundo, dem Häuptling der Tauripans von Guayparu, erkannt wurde.
"Bist du nicht von José Grande in sein Haus mitgenommen worden?" fragte ihn Mundo.
"Ich wurde von José Grande aufgezogen", sagte Cesar der Geschichte nach.
"Dann bist du zu deinem eigenen Volk zurückgekehrt. Du bist ein Tauripan", sagte Mundo.

Worauf Cesar nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss kam, es würde ihm als Indianer besser gehen, als wenn er als Venezolaner lebte; er kam also nach Arepuchi, wo Pepe wohnte.

Fünf Jahre lang lebte Cesar nun mit Pepes Familie, heiratete eine hübsche Tauripan-Frau und wurde Vater eines kleinen Mädchens. Da Cesar nicht gern arbeitete, aßen er, seine Frau und seine Tochter von dem, was in Pepes Pflanzung wuchs. Cesar war hoch erfreut, dass Pepe von ihm nicht erwartete, er müsse sich einen eigenen Gartgen anlegen oder auch nur bei der Arbeit in dem seinen helfen. Pepe arbeitete gern, und da Cesar das nicht tat, passte diese Regelung beiden Seiten.

Cesars Frau beteiligte sich gern mit den anderen Frauen und Mädchen zusammen am Schneiden und Zubereiten der Cassaba, aber Cesar tat nichts gern, außer den Tapir und gelegentlich anderes Wild zu jagen. Nach einigen Jahren entwickelte er eine Neigung zum Fischen und fügte seine Fänge denen von Pepe und seinen zwei Söhnen hinzu, die immer gern fischten und seine Familie damit stets ebenso großzügig versorgt hatten wie ihre eigene.

Kurz vor unserem Eintreffen dort beschloss Cesar, sich einen eigenen Garten anzulegen und Pepe half ihm bei jeder Kleinigkeit, von der Wahl der Lage bis zum Fällen und Verbrennen der Bäume, Pepe genoss das um so mehr, als er und sein Freund die ganze Zeit schwatzten und Späße machten.

Nach fünfjähriger Rückenstärkung hatte Cesar das Gefühl, dass ihn keiner zu diesem Projekt trieb und war ebenso frei, Freude an der Arbeit zu empfinden, wie Pepe oder irgendein anderer Indianer.

Pepe erzählte uns, dass alle in Arepuchi darüber froh waren, da Cesar zunehmend unzufrieden und reizbar geworden war.
"Er wollte sich gern einen eigenen Garten anlegen" - lachte Pepe - "aber er wusste es selber nicht!" Pepe fand es sehr komisch, dass es jemanden gab, der nicht wusste, dass er arbeiten wollte."

Warum beeindruckt mich diese Geschichte?
Es ist die Selbstverständlichkeit, mit der die Gemeinschaft Cesar bei sich aufnimmt und für ihn sorgt. In ihm ein vollwertiges Mitglied sieht und ihn akzeptiert wie er ist.

Wenn der geneigte Leser jetzt sagt: "Ist ja gut und schön, aber das klappt nur in kleinen Gemeinschaften!" so stimme ich dem uneingeschränkt zu.

Jede Gemeinschaft (Staat) besteht aus vielen kleinen Zellen, meist sind es Familien. Wie sieht es in unserer Gesellschaft in den Familien aus?
Sind sie intakt?
Werden die einzelnen Mitglieder akzeptiert wie sie sind?
Bekommen sie die Zeit die sie brauchen um sich nach ihren Fähigkeiten und Talenten zu entwickeln?
Die Antworten darauf findet jeder in seinem näheren Umfeld.

"Das Schicksal des Staates hängt vom Zustand der Familie ab."
(Alexandre Rudolphe Vinet)

Paulinchen

Donnerstag, 25. März 2010

Liebe Kinder ...

... seid schön artig, wachst nicht so schnell und passt auf eure Kleidung besonders gut auf. Wenn ihr nämlich, eurer natürlichen Entwicklung folgend, aus euren Anziehsachen zu schnell rauswachst oder sie beim Spielen und Toben beschädigt, dann wissen eure Eltern nicht wovon sie euch neue Kleidung kaufen sollen.

Warum das so ist liebe Kinder, könnt ihr bei Lutz Hausstein nachlesen. Ihr werdet dann feststellen, dass es lange dauern kann, bis das Geld für ein neues Kleidungsstück angespart ist. Eine Familie, die es nicht schaffte, vom Regelsatz, ihren Kindern die dringend benötigte Kleidung zu kaufen, wendete sich in ihrer Not an das dafür zuständige Gericht und verlor. Nun werdet ihr sicherlich verstehen und begreifen, dass diese netten Herren Richter so urteilen mussten. Oder vielleicht doch nicht?

Ihr schüttelt den Kopf und zeigt den Vogel?
Tja, ich verstehe euch gut, und wenn es nicht so Lebensbedrohend für einen beträchtlichen Teil unserer Gesellschaft wäre, würde ich dies als schlechten Treppenwitz abtun und mich kopfschüttelnd, mit dem Finger an die Stirn tippend, abwenden.

Also schauen wir doch mal, was da schief gelaufen sein könnte.
Möglicherweise haben die Richter ja das Problem gar nicht erkannt. Haben sich an ihre eigene Kindheit erinnert und gedacht: 'Unsere Eltern haben es doch auch geschafft. Wir hatten auch nicht viel Geld, aber ordentlich gekleidet und genug zu essen hatten wir immer. Es kann doch im heutigen Deutschland - wo alles im Überfluss vorhanden ist - nicht sein, dass es Menschen gibt, die so große Not leiden, dass sie weder ein noch aus wissen.' Vermutlich haben sie sich in ihrem Umfeld umgesehen und Bestätigung für ihr Denken gefunden. Das es Härtefälle gibt, wissen sie, aber die werden ja von der Gemeinschaft unterstützt. Sie bekommen alles, was sie zum Leben brauchen. Berücksichtigt wird auch die Bekleidung für schnellwachsende Kinder und dafür gibt es 21.10 Euro im Monat ...

Moment mal, da kommt mir gerade ein ganz fürchterlicher Gedanke. Könnte es sein, das das alles gewollt ist? Dass ein nicht unbeträchtlicher Teil unserer Gesellschaft ganz bewusst in die Armut und Abhängigkeit geschickt wird? Sollte es Menschen geben, die ...

Jetzt mal gaaaanz langsam.
Was ist das wichtigste für die Menschen, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können?
Arbeit von der sie leben können!
Haben wir noch für alle Arbeit von der man leben kann?
Nein!
Und warum haben wir nicht mehr für alle Arbeit, von der man leben kann?
Wenn wir also nicht mehr für alle Arbeit haben, von der man leben kann, macht es dann Sinn, die die außen vor stehen zu drangsalieren? Ihnen Versagen vorzuwerfen? Sie zu diskriminieren?

Liebe Kinder, in meinem Kopf dreht sich alles, als säße ich auf einem Karussell. Jetzt brauche ich dringend "eine viertel Stunde" um Ordnung zu schaffen und darüber nachzudenken. Es wäre mir eine große Hilfe, wenn ihr mich beim Nachdenken unterstützen würdet.

Paulinchen

Donnerstag, 18. März 2010

Arbeit ist nichts wert, wenn jeder Arbeit hat!?

Und jetzt ... Django Asül

Absolut lesenswert.
Viel Spaß beim Vermehren der gewonnenen Einsichten.

Paulinchen

Montag, 15. März 2010

Lesetipps

Bei Epikur las ich vor etwa einer Wochen diesen Eintrag und das Gelesene beschäftigt mich seither und lässt mich einfach nicht mehr los. Um mir einen Überblick zu verschaffen, gab ich bei Google "Privatisierung von Militär und Sicherheit" ein und bekam 111.000 Ergebnisse. Natürlich habe ich nicht alle Seiten aufgerufen, da wäre ich ja bis ans Ende meines Lebens nur damit beschäftigt.
Unter anderem landete ich bei "AG Friedensforschung an der Uni Kassel" und fand den Eintrag: "Privatisierung des Militärs" und "Privatisierung des Krieges"

Der interessierte Leser könnte sich auf diesen Seiten ein Bild von der Problematik machen. In der Presse gibt es wenig Material dazu, zumindest habe ich nicht viel brauchbares gefunden.

Meine Frage: Wem nützt es, dieses Thema so gut wie möglich unter der Decke zu halten?

Paulinchen

Donnerstag, 11. März 2010

Unterschiedliche Wahrnehmung

Bei meiner heutigen Wanderung durch das Netz, begegnete mir folgender Satz:
"Das illegale tun wir sofort. Das Verfassungswidrige dauert etwas länger."
Henry Kissinger

Während ich diese Worte las, geriet in meinem Kopf einiges durcheinander. Es dauerte eine geraume Zeit, bis ich den Wirrwar entknotete. Beim Lesen der Worte hörte immer: "Unmögliches wird sofort erledigt. Wunder dauern etwas länger."

Bei meinen täglichen Hausarbeiten hatte ich Zeit und Muse, diese Worte auf mich wirken zu lassen. Je länger ich mich damit beschäftigte, desto bedrohlicher wurde die Aussage für mich. Um zu überprüfen, ob nur ich so empfand, rief ich einige Freunde an, um deren Meinung einzuholen. Einer dieser Freunde ließ mich wissen, dies sei bloße Ironie. Kissinger wäre zwar nicht der sympathischste Mensch, hier jedoch würde er Humor beweisen. Also dieser Auffassung kann ich nun ganz und gar nicht zustimmen.

Bei meiner weiteren Recherche fand ich noch viele Aussagen, die mir die "Haare zu Berge" stehen ließen. Eine Kostprobe für den interessierten Leser, möge er sich selber ein Bild davon machen.

Paulinchen

Montag, 8. März 2010

"Im Namen des Volkes ..." - wirklich?

Für mich ist es wirklich starker Tobak, wenn das Bundesverfassungsgericht zu solchen Rechtsauffassungen kommt. Wer möchte, kann die Pressemitteilung und den Beschluss der Verfassungsrichter zur Sache lesen und sich selbst seine Meinung bilden.

Ich stelle mir vor, ich gehe durch Augsburg und sehe ein Plakat, auf dem zu lesen steht:

"Ausländer-Rück-Führung" zugunsten eines "lebenswerten deutschen Augsburg"

Wahrscheinlich müsste ich es dreimal lesen, um zu realisieren, dass meine Augen mich nicht trügen. Mein Eindruck wäre dann, da will jemand, dass die Augsburger sich entscheiden sollen, ob sie mit Ausländern ein "nicht-lebenswertes", oder ohne Ausländer ein "lebenswertes" Augsburg haben wollen. Lange würde ich grübeln, was der/die Verfasser sich dabei gedacht haben, welche Absicht dahinter stecken könnte? Danach würde ich mit möglichst vielen Menschen darüber diskutieren, um zu ergründen, wie andere darüber denken. Eines allerdings könnte ich darin nicht erkennen, nämlich, nur eine freie Meinungsäußerung.

Ich stelle mir ernsthaft die Frage: Wieviele Menschen fühlen sich dazu aufgefordert, ihre ausländischen Mitbürger, nachdem sie dieses Plakat gelesen haben, argwöhnisch zu beäugen? Für mich wird hier eindeutig "Wind gesäht", und ich hoffe inbrünstig, dass daraus kein Sturm wird.

Mich macht diese höchstrichterliche Entscheidung mehr als nur betroffen.

Paulinchen

Donnerstag, 4. März 2010

Sittenwidrig - was ist das?

Dieser Bericht von Report Mainz lies die Frage in mir erklingen: "Quo vadis Deutschland?"
Wer, wie ich, seinen Augen nicht traut, kann sich das ganze auch anhören.

"Sittenwidrig" was ist das eigentlich genau? fragt es seitdem in mir. Also auf nach Wikipedia und informieren. Was ich da lese, erschließt sich mir - auch nach mehrmaligem lesen - nicht. Ich verstehe nur "Bahnhof, Koffer klauen"

Gut, versuche ich es anders. Was bedeutet Sitte?
Dazu sagt Wikipedia unter anderem:
"Sitten können alt oder neu, gut oder schlecht, schön oder rau/wild, streng/starr bzw. locker usw. sein. Sitten achtet man, bewahrt bzw. pflegt sie, hält sie (ein), verletzt oder bricht sie, verstößt gegen sie, fügt oder unterwirft sich ihnen. Mit der Zeit werden sie gelockert oder aber verschärft. Sie unterliegen sämtlich dem sozialen Wandel."


Schlagartig wird mir klar: Der Begriff "Sittenwidrig" lässt sich nicht eindeutig bestimmen und ist dehnbar wie ein Gummiband. Da ich mich damit natürlich nicht abfinden kann, versuche ich es mal mit einer eigenen Definition.

Im Bezug auf die oben verlinkten Beiträge: Ein Stundenlohn von deutlich unter drei Euro ist für mich nicht Sittenwidrig, sondern Kriminell!!!
Hier plädiere ich dafür, dass der Arbeitgeber der solche Löhne für angemessen hält, den Beweis zu erbringen hat, dass er selbst von diesem Stundenlohn für sich und seine Familie den Lebensunterhalt bestreiten kann. Ohne "Wenn und Aber".
Arbeitgeber, welche darauf spekulieren, dass die fehlenden Mittel zum Lebensunterhalt seiner Arbeiter ja die Allgemeinheit tragen kann, ist der Gewerbeschein zu entziehen oder er muss seinen Betrieb ohne Personal führen.
Arbeitgeber solcher Couleur sind die wahren Sozialschmatotzer.

Politiker die die Rahmenbedingungen schaffen, die derlei Zustände ermöglichen, sollten sich bewusst machen, dass ihr Abgeordnetengehalt plus Diäten vom Volk bezahlt wird.

Alle, die Hungerlöhne bezahlen und die Rahmenbedingungen dafür schaffen, handeln nach meiner Auffassung Sittenwidrig.

Ich bin zu rabiat? Kann schon sein. Aber langsam platzt mir der Kragen ...

Paulinchen