Montag, 13. Juli 2015

Wie erkennt man Psychopathen und wie ticken sie?

Wer seine Widersacher nicht erkennt kann nicht gegensteuern und wird zwangsläufig zum Opfer. 

Psychopathen und Narzissten sind nun wirklich keine angenehmen Menschen und sie können für ihr Umfeld sehr zerstörerisch sein. Schaut man jedoch unvoreingenommen hinter die Fassade, wird man entdecken, dass es im Verhältnis zur Menschheit nur sehr wenige ausgeprägte Psychopathen gibt. Man kommt nicht umhin zu realisieren, dass der Narzissmus eine menschliche Eigenschaft ist, die wir alle zum Überleben brauchen. Warum das so ist und ab wann der Narzissmus zerstörerische Formen annimmt arbeitet Dr. Reinhard Haller in seinen Vorträgen sehr gut heraus.



Ich bin ein Psychopath


Narzissmus in Partnerschaft ,Beruf und Gesellschaft

DIALOG mit Reinhard Haller: Das ganz normale Böse und warum wir trotzdem gute Menschen sein können






Donnerstag, 18. Juni 2015

Russland zeigt sein friedliches Herz

Am 9. Mai 2015 gingen Fünfzehn Millionen Menschen in Russland für den Frieden auf die Strasse und unseren Medien ist dies keine Erwähnung wert. Sie schweigen es tod. Da stellt sich mir die Frage nach dem WARUM? Wem nützt es dieses  Ereignis nicht zu berichten?

Meine Antwort darauf ist: Es würde das Bild vom bösen Argessor Putin zerstören und wir sollen nicht sehen, daß Putin, seine Regierung  und das Militär mit dem Volk gemeinsam für den Frieden auf die Strasse gehen. Ganz gewiss hat er keine Kanaldeckel zuschweißen lassen.

Paulinchen wünscht viel Spaß und Freude beim betrachten der folgenden Videos.

Möge der Wunsch zum Frieden zum alles beherrschenden Drang werden.


Friedensdemonstration in Moskau und Präsident Putin vorne mit dabei






Friedensdemonstration in Moskau




Feuerwerk in St. Petersburg, Wolgograd und Sevastopol


Feuerwerk in Moskau

Freitag, 6. März 2015

Woanders gelesen: Demokratie behindert die Entwicklung der Menschheit

Essay von Peter Haisenko

Achtzig Prozent der Menschen sind dumm. Dumm in dem Sinn, dass sie kaum eigenständige Entscheidungen treffen können oder selbstständig komplexere Vorgänge beurteilen. Sie sind nicht kreativ und darauf angewiesen, geführt zu werden. Das bewirkt, dass Meinungsführer bestimmen, wohin die Reise geht. Mit welcher Legitimation auch immer sie das tun, ist zwei Kriterien geschuldet: Viel Geld oder außergewöhnliches Charisma.

Die Geschichte nicht nur der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass gerade Länder zu außergewöhnlichen Leistungen und Entwicklungen fähig sind, deren politische Verfasstheit nicht als „lupenrein demokratisch“ bezeichnet wird. Auf der demokratischen Seite muss dagegen Verfall moralischer Werte und fortschreitender Stillstand konstatiert werden. Großprojekte können kaum noch reibungsarm realisiert werden und das Großkapital beherrscht die Politik. Einst erkämpfte Sozialstandards werden aufgegeben zugunsten plutokratischer Machtentfaltung. Die demokratische Welt ist nicht friedlicher geworden. 

Gab es jemals Demokratie in dem Sinn, wie sie von den griechischen Erfindern selbst praktiziert worden ist? Nicht in der Neuzeit! Für die Altgriechen galt das demokratische Prinzip nur für eine elitäre Minderheit. Eben jene etwa zwanzig Prozent oder weniger, von denen man annahm, dass sie zu eigenständigem Denken fähig sein könnten. Diese Elite sollte untereinander ausdiskutieren, was für das Volk der beste Weg sein könnte. Das Ergebnis ist dann auch umgesetzt worden, mit allen Konsequenzen. Die Verantwortung für die Entwicklung konnte klar zugeordnet werden. Das hat es in der modernen Demokratie nie gegeben. 

Zweifelhafte „Segnungen“ unserer Demokratie

Revolutionen oder grundsätzliche Neustrukturierungen sind nur in Ausnahmefällen von unten ausgelöst worden. Immer stand einer Bewegung ein elitärer Kopf voran, im weitesten Sinn. Die Sozialreformen, deren Reste wir noch heute in Europa genießen dürfen, sind zu einer Zeit entstanden, als noch Kaiser und Könige herrschten. Amerika, die USA, von Anbeginn ohne allein verantwortlichen Herrscher haben dementsprechend an dieser sozialen Entwicklung nicht teilgehabt. Gewiss, die Zustände der unklar definierten Verantwortlichkeiten für Entwicklungen, also die Absenz eines verantwortlichen Herrschers, hat den USA Zeiten rasanten Fortschritts beschert. Allerdings muss man nur hundert Jahre zurückblicken und wird erkennen, dass diese Entwicklung keinesfalls das Maß der Dinge war. So konnte zum Beispiel das Deutsche Kaiserreich in den Jahren von 1871 bis 1900 sein BIP vervierfachen und die demokratischen USA nur verdreifachen. Nebenbei bemerkt, fand diese Entwicklung vollständig ohne Inflation statt. 

Die scheinbaren Erfolge der westlichen Demokratien sind nicht dieser Staatsform geschuldet. Es war vielmehr die rasante technische Entwicklung, die die Defizite der demokratischen Nicht-Verantwortung überdeckt hat. Dieser technische Fortschritt hätte in jeder Staatsform zu einem ähnlichen Wohlstand geführt, den wir heute genießen können. Vielleicht stünden wir heute sogar besser da, ohne unsere hochgelobte Demokratie. Diese Demokratie hat im Wesentlichen zwei Defizite: In der vorgeblichen Idealform existiert sie gar nicht und sie ist zu einer Religion erhoben worden, die ein „wahrer Demokrat“ nicht anzweifeln darf. Die Folge sind Kreuzzug-artige Kriege die die ganze Welt mit den „Segnungen“ der Demokratie beglücken sollen, ob es nun zu gewachsenen Strukturen passt oder nicht. Ich sehe hier keinen Unterschied zur Weltbeglückungsideologie des Kommunismus. 

Verantwortlichkeit bleibt relativ – die nächste Wahl steht an

Das größte Manko moderner Demokratien ist die Absenz direkter Verantwortlichkeit. Man kann sich immer auf einen „Volkswillen“ berufen, der in einer repräsentativen Demokratie aber gar nicht ermittelt wird. Eine wiederum amorphe Masse von Parteigängern kungelt untereinander aus, was das Volk zu wollen hat. Wahlgänge werden pervertiert, indem Themen, die das Volk wirklich bewegen, erst gar nicht zur Wahl gestellt werden. Beispiele? Atomwaffen in Deutschland. Jugoslawien-Krieg. Einsatz in Afghanistan. Beschränkung der Banken-Macht/Kapitalkontrolle. Sozialpolitik. Asylpolitik und ganz aktuell Sanktionen gegen Russland. Sollten demographische Erhebungen ergeben, dass das (dumme) Volk mit dem Handeln der Regenten zu wenig einverstanden ist, dann werden die gleichgeschalteten Medien eingesetzt, um das (noch dümmere) Volk wieder auf den „richtigen Weg“ zu bringen. Demokratie? Freie Willensbildung? 

„Teamwork“ heißt die große demokratische Errungenschaft. Welche Qualität von Ergebnissen kann aber von einem Team erwartet werden, für die ohne einen klar verantwortlichen Teamleiter letztlich niemand Verantwortung übernehmen muss? Wenn selbst Vorstandsvorsitzende mit Verträgen ausgestattet sind, die ihnen selbst im Fall des eindeutigen Scheiterns Millionenzahlungen auf Lebenszeit garantieren? Wenn Parteien ihre Versprechen wieder nicht gehalten haben mit dem entschuldigenden Verweis auf die Probleme mit dem Koalitionspartner? 

Hier zeigen sich die nächsten Probleme der repräsentativen Demokratie. Gleichgültig wie genial eine Neuerung der Regierung auch sein mag, die Opposition wird sie niemals loben; im Gegenteil die auch nur kleinste Made im Gefüge zu einem Drachen hochstilisieren, das ganze Projekt verdammen. Die Zeiten, in denen wirklich regiert wird, sind zu kurz. Es wird nur noch auf die nächste Wahl geschielt. Im deutschen System ist es geradezu katastrophal. Die zwischengeschobenen Landtagswahlen erlauben nicht einmal geschlossene Zeiträume von vier Jahren, wenigstens für diesen Zeitraum zukunftsweisende Politik zu machen. 

Das Gemeinwohl verliert, wenn jeder Recht hat

Wo zu Zeiten der Kaiser und Könige noch generationsübergreifend geplant worden ist, werden heute Straßen innerhalb weniger Jahre mehrmals aufgegraben, weil eine vernünftige, zukunftsorientierte Planung nicht stattfindet. Die „Märkte“, für die wiederum niemand verantwortlich sein kann, können eine langfristige Planung nicht ersetzen. Betrachten wir dazu Berlin und München. Berlin ist heute so attraktiv, geradezu großartig, weil eine Planung da war, die die Anlage der Stadt zu ihrer Erbauungszeit weit in die Zukunft projektiert hat. Die Münchner Wasserversorgung, erbaut vor 150 Jahren, als München gerade 100.000 Einwohner hatte, reicht heute noch aus für die Versorgung einer Millionenstadt. Das Walchensee-Kraftwerk, bei dessen Erbauung die Frage gestellt worden ist, ob man jemals so viel Strom brauchen wird. In unserer wunderbaren Demokratie wird nicht einmal mehr ein Hauptstadt-Flughafen geplant, geschweige denn gebaut, der bei Fertigstellung den aktuellen Bedürfnissen gerecht wird. 

Es mag zwar attraktiv erscheinen, wenn die Rechte eines jeden berücksichtigt werden müssen. Auf der anderen Seite müssen hier jedoch mindestens zwei Fragen gestellt werden: Ist es nicht oftmals eine Gruppe mit ganz anderen Interessen, die sich das Vehikel des Individualrechts zu Nutze macht, ihre eigenen, ganz anderen Interessen durchzusetzen? Muss das Individualrecht nicht zurückstehen, wenn der allgemeine Fortschritt dadurch behindert, ja unmöglich gemacht wird? Eine demokratische Regierung kann das nicht leisten. Vor allem deswegen, weil die Gesellschaft von den Medien in einen Zustand versetzt worden ist, der bei nahezu allen Themen ein ausgeglichenes Verhältnis von Befürwortern und Gegnern garantiert. Das gibt den Medien die Macht zu entscheiden, welcher Weg gegangen werden soll. Die wenigen aber entscheidenden Prozente der Unentschlossenen können so in die „richtige“ Richtung gelenkt werden. Die „Opposition“ tut das Ihrige dazu. 

Wer trägt die Verantwortung? – Alle und niemand!

Demokratie? Haben wir nicht! Wir haben die Diktatur der Medien und damit die Diktatur des Kapitals, denn dieses beherrscht die Medien. Wenn man aber, ganz demokratisch das Volk vor die Wahl stellte zwischen einem (allein-verantwortlichen) Regent oder dem egoistisch gierigen Kapital, dann dürfte diese Wahl eindeutig zugunsten des Regenten ausfallen, der im glücklichsten Fall auch noch weise ist. Wenn er das nicht ist, dann hat man wenigstens jemanden, den man mit Schimpf und Schande zur Rechenschaft ziehen kann. Zum Beispiel bei der Besteuerung. Es gab niemals höhere Steuersätze als in demokratischen Staaten. Es gehört leider nicht zum Allgemeinwissen, dass zum Beispiel im Deutschen Kaiserreich der Höchststeuersatz unter fünf – wiederhole FÜNF - Prozent lag und dieser nur von Bürgern der oberen Mittelschicht aufwärts gefordert worden ist. Die Kriegsmarine des Kaisers ist von der Sektsteuer finanziert worden und betraf so logischerweise nur die Oberschicht. 

Auch Kriege hatten zur Kaiserzeit eine andere Auswirkung auf das Volk. Offiziere rekrutierten sich aus der Adelsschicht und mussten so an die Front. Heute, in der gelobten Demokratie entziehen sich die Sprösslinge der Politiker dem Wehrdienst, seit dem Ende der Wehrpflicht sowieso. Früher hatte der Regent die Verantwortung für einen Krieg zu tragen. Schröder und Fischer, die Deutschland mit dem jugoslawischen Sündenfall wieder zur kriegsführenden Nation gemacht haben, sind aus ihrer Verantwortung hierfür längst entlassen worden, ja, sie wurden niemals auch nur Ansatzweise an ihre Verantwortung erinnert. Es war ja eine „demokratische“ Entscheidung, für die die nächsten Regierungen jetzt die Verantwortung tragen müssen, oder eben auch nicht. Auf jeden Fall kann sich jeder dümmlich darauf berufen, dass er selbst die Verantwortung nicht zu tragen hat – siehe Obama, der Guantanamo immer noch nicht geschlossen hat und weltweit mehr Zivilisten mit Drohnen ermordet, als seine Vorgänger. 

Das Kapital bestimmt, die Demokratie muss parieren

Kein Kaiser oder König hätte sich erlauben können Kriege zu führen, die Jahrzehnte dauern. So grausam sie waren, der Erste und der Zweite Weltkrieg, sie dauerten vier und sechs Jahre. Die Bundeswehr steht jetzt seit mehr als zehn Jahren in Afghanistan und deutsche Soldaten sind seit bald zwanzig Jahren im Kosovo. Ein Kaiser würde in ärgste Erklärungsnot kommen, wenn er seinem Volk die Notwendigkeit begreiflich machen sollte, warum er Volksvermögen für irgendwelche Kriegseinsätze in der Welt veruntreut, die uns realistisch gesehen nichts angehen, eher im Auftrag des „großen Freundes“ stattfinden. 

Demokratie heutiger Fasson ist die Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Das Kapital bestimmt darüber, welche Entwicklungen und Forschungen gefördert oder abgewürgt werden. Abgewürgt, wenn sie die Gefahr bergen, die Macht des Kapitals in Frage zu stellen. Das Wohl des Volks, eine positive Entwicklung für alle ist in den Zielen der Geldgewaltigen nicht enthalten. Die Demokratie ordnet sich den Wünschen des Kapitals unter. In diesem Sinn muss festgestellt werden, dass die Demokratie wie wir sie erleben müssen, erleiden müssen, für eine nachhaltig positive Entwicklung der Völker ungeeignet ist. 

Das System ist am Ende – eine neue Demokratie muss her! 
 
Die jüngste Entwicklung in Sachen Demokratie setzt dem ganzen die Krone auf: Private „Schiedsgerichte“ entscheiden, ob ganze Staaten „Entschädigungen“ an wiederum private Konzerne zahlen müssen, wenn sie Gesetze haben oder beschließen, die den Gewinn von Konzernen schmälern könnten. Das hat mit Demokratie nichts mehr gemein, denn kein Volk würde in einer echten demokratischen Entscheidung derartiges zulassen. Da es aber in offiziell demokratisch bezeichneten Staaten zugelassen wird und vermehrt zugelassen werden soll, kann man nur noch feststellen, dass diese „Demokratie“ die Entwicklung der Menschheit behindert, verhindert, komplett ins Gegenteil dessen pervertiert, was Demokratie eigentlich leisten soll; was die Menschheit voranbringen könnte. 

Es ist an der Zeit, das „Sakrileg“ gesellschaftsfähig zu machen, Demokratie, wie wir sie kennen, zu hinterfragen. Geld regiert die Welt! Besonders in demokratischen Systemen und das ist undemokratisch, also ein Oxymoron denn die „Finanzwirtschaft“ ist alles andere als demokratisch. Es mag sein, dass die bekannte Demokratie eine Zeit lang Gutes geleistet hat. Jetzt ist sie aber in ein Endstadium übergegangen, das seine Funktionsfähigkeit in dieser Form nicht mehr leistet. 

Wollen wir den weltweiten Kriegen und Krisen ein Ende bereiten, müssen wir unsere Gesellschaftsform reformieren, den neuen Gegebenheiten anpassen. Wir müssen diejenigen, die Entscheidungen für uns treffen, verantwortlich machen können für ihre Entscheidungen und gegebenenfalls bestrafen. Sehen wir uns dazu an, welche Entwicklungen möglich sind in Ländern, die nicht „lupenrein“ demokratisch sind. Versuchen wir daraus zu lernen, anstatt diese Länder pauschal zur „Achse des Bösen“ zu verdammen, in quasi-religiöser Manier. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit wieder einmal irgendwo in der Mitte und das wäre dann echte Demokratie, wenn die Allgemeinheit davon profitiert.
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Sehen Sie dazu die Rede von Vladimir Putin (in deutscher Übersetzung) vor der „Valdai-Konferenz“ in Sotschi: Gorbatschow sagt dazu „Die Rede war erschütternd. Ich glaube, dass es ein solches Statement seit der ganzen Zeit der Regierung Putins nicht gegeben hat. Vielleicht deshalb, weil die Situation dies fordert. In den Hauptzügen bin ich mit allen Gedanken einverstanden, die er geäußert hat." Dem stimme ich zu. Unbedingt sehenswert. https://www.youtube.com/watch?v=g6zyl2hGXWo

Quelle: http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2014/demokratie-behindert-die-entwicklung-der-menschheit/

Ein herzliches Danke an Peter Haisenko

 

Mittwoch, 28. Januar 2015

Woanders gelesen


Gott ist groß! (21.1.2015)

Dies schreien die Muselmanen, wenn sie ihren Mitmenschen den Kopf einschlagen, sich mit einer umgeschnallten Sprengladung in die Luft jagen oder sonstige merkwürdige Dinge anstellen. Im Original heißt das "Allahu akbar!", was auch nicht gerade Sympathie erweckt. Gegründet wurde diese Religion von einem Mann, der vom Vermögen seiner Frau gelebt hat und später das wurde, was man heute einen erfolgreichen Warlord nennt, einen Räuberhauptmann, der ein gewisses Gebiet kontrolliert, indem er Angst und Schrecken verbreitet. Damit steht Mohammed übrigens auf einer Stufe mit dem 2.500 Jahre älteren König David der Juden, der das gleiche ehrbare Handwerk betrieben hatte.

Selbstredend werden Mohammed und David in ihren jeweiligen Büchern ganz anders, viel mächtiger, ja geradezu übermenschlich dargestellt. Das war zu allen Zeiten üblich, und wenn heute der SPIEGEL über Angela Merkel schreibt, geschieht genau das gleiche. Wobei es zum Glück sehr unwahrscheinlich ist, daß die Trulla aus der Uckermark einen tieferen Abdruck in der Geschichte hinterlassen wird.

Um die Größe Gottes im Islam, im Judentum und im Christentum zu verstehen, müssen wir uns an das verbindliche Weltbild zurückerinnern, das bis ins 16. Jahrhundert bestanden hat und erst durch Galileo Galilei, Johannes Kepler und Nikolaus Kopernikus umgeworfen wurde. Dabei ist es nicht ganz so wichtig, ob die Alten wirklich geglaubt hatten, daß die Erde eine Scheibe ist, denn auch als Kugel war sie der Mittelpunkt der Schöpfung gewesen. Es gab die Erde, um die Sonne, Mond und Sterne kreisten, allesamt als relativ kleine Objekte. Jenseits dieser stellaren Sphäre lebte Gott mit seinen Engeln, dem je nach Religion noch Heilige und Selige zugesellt worden waren.

Jedenfalls bestand die Schöpfung zum größten Teil aus der Erde, weshalb es unheimlich wichtig war, daß auf der Erde der richtige Gott in der richtigen Weise verehrt wird. Klar, daß die Juden als auserwähltes Volk Gottes nach Ankunft des Messias über den Rest der Menschheit, die ganze Erde und damit die Schöpfung herrschen würden. Ebenso klar war, daß die Christen nach der Wiederkunft Jesu ganz allein die erneuerte und friedlich gewordene Erde bewohnen würden. Und noch klarer war der Auftrag Allahs an die Muselmetzler, die Erde und die Schöpfung ins Haus des Islam zu verwandeln, was nur gelänge, wenn das Haus des Krieges, die Ungläubigen, aus eben dieser Schöpfung getilgt werden.

Hey, das ist ganz verständlich, wenn man das damalige Weltbild betrachtet! Gott hat die Erde geschaffen und uns Menschen darauf gesetzt, damit wir ihm dienen. Da könnte man nun höchstens streiten, wieso dieser Gott nicht vernünftig genug gewesen ist, uns alle als Juden, Christen oder Muselmanen zu erschaffen. Jede Werbeagentur weiß schließlich, daß eine Botschaft am besten ankommt, indem man sie möglichst oft und auf möglichst vielen Kanälen wiederholt. Wenn der Erzengel Gabriel sich mit Mohammed abplagen mußte, um dem den Koran zu diktieren, was tun seine Kollegen? Michael, Raffael und Uriel hätten sich ihre eigenen Propheten suchen können, um denen gleichfalls den Koran zu diktieren. Also so groß hätte Allah mindestens sein sollen! Und da Engel wohl weder eine Gewerkschaft haben, noch Schlaf und Erholung brauchen, hätten die vier drei Acht-Stunden-Schichten pro Tag schieben und jeweils drei Propheten gleichzeitig ausbilden können.

Aber das ist oft so. Das mit dem auserwählten Volk hat der liebe Gott auch nur einem Einzelnen gesagt und später war er überhaupt nur für Moses zu sprechen. Jesus Christus war mit seinen zwölf Aposteln schon eher ein Massenprediger, aber auch er hat versichert, er habe den Exklusivauftrag. Und bei Mohammed hat Gott auch wieder nur mit einem Einzelnen gesprochen. Heute führen "Channelmedien" diese schöne Tradition fort, die ebenfalls exklusiv von Gott, Engeln, aufgestiegenen Meistern oder sonstigen menschenscheuen Wesen kontaktiert werden.

Ja, Gott ist eben groß...

Im 17. bis 19. Jahrhundert wurde die Erde immer kleiner und die Schöpfung immer größer. Zunächst rückte die Sonne recht weit weg und wurde das neue Zentrum des Universums, um das sich die Erde mit ein paar Planeten einträchtig drehte. Dann schrumpfte die Sonne zu einem Stern unter vielen, das Universum durchmaß 100.000 Lichtjahre zu jeweils knapp zehn Billionen Kilometern. Man konnte nur vermuten, daß die Milliarden Sterne unserer Milchstraße ebenfalls Planeten hatten. Giordano Bruno wurde dafür noch auf den Scheiterhaufen geschickt, später gehörte diese Annahme zum guten Ton. Womöglich lebten ja schon auf dem Mars kleine grüne Männchen?

Betrachten wir die Größe Gottes doch mal mit dem Wissensstand der Astronomie des Jahres 1900. Da war die Erde zum Staubkorn im Kosmos degradiert. Und auf diesem Beinahe-Nichts sollte es wichtig sein, wer in einem auserwählten Volk geboren wird? Wer sich zu jemandem bekennt, der vor langer Zeit mal ans Kreuz geschlagen worden ist? Oder wer zum Haus des Islams und wer zum Haus des Krieges gehört?

Also, der liebe Gott hat 200 Milliarden Sterne in diese Galaxis gesetzt, und um einen davon, ein recht unscheinbarer Stern dazu, kreist ein winziges Klümpchen mit noch weitaus winzigeren Geschöpfen darauf, die behaupten Gott habe sie, ausgerechnet sie, nach seinem Bild geschaffen. Und sie seien außerdem noch derart wichtig, daß dieser alles erschaffende Gott ihnen ständig Propheten und sogar seinen eigenen Sohn vorbeischickt, um sie dazu anzuhalten, Freitags Fisch zu essen oder auf Schweinefleisch zu verzichten.

1925 war man noch nicht wirklich weiter, dann hat ein gewisser Edwin Hubble das Mount-Wilson-Teleskop auf einen Lichtfleck im Sternbild Andromeda gerichtet. Er konnte nachweisen, daß dieser Fleck eine weitere Galaxis war, in 800.000 Lichtjahren Entfernung. Heute weiß man, daß der Andromeda-Nebel 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt ist und uns besuchen will. In fünf Milliarden Jahren soll er vor der Tür stehen, doch da dürfte es die Erde schon nicht mehr geben.

Der aktuelle Stand der Wissenschaft ist das Urknall-Universum, mit mindestens 100 Milliarden Galaxien, das mindestens 25 Milliarden Lichtjahre durchmißt. Nun haben Sie einen Eindruck, wie groß Gott wirklich ist. Wobei es bereits Theorien gibt, daß dieses Universum nicht einzigartig ist, sondern geradezu in Serie produziert wurde. Damit würde Gott noch ein wenig größer...

Der Anbeginn der Zeiten war natürlich nicht die Hedschra, und auch Christi Geburt fällt da nicht ins Gewicht. Sogar der jüdische Kalender, der uns in 58. Jahrhundert katapultiert, greift ein wenig kurz. Der Urknall soll vor 13,7 Milliarden Jahren stattgefunden haben, vermutlich um neun Uhr früh, ganz nach Bischof Usher. Zwar hat es die Erde da noch nicht gegeben, aber hätte es sie gegeben, wäre dort irgendwo neun Uhr früh gewesen, so viel ist sicher.

Jedenfalls haben wir ein richtig großes und schon beeindruckend altes Universum. Wenn da nur die Erde Leben tragen würde, wäre das ein überaus langweiliger Ort. Wir dürfen deshalb davon ausgehen, daß der Satz des Pythagoras an allen Ecken und Enden des Kosmos gelehrt wird, außer vielleicht in Koran-, Sonntags- und Talmud-Schulen. Nach Ansicht renommierter Ufologen schauen unsere Nachbarn immer mal wieder bei uns vorbei. Allerdings scheint denen Gott nicht gesagt zu haben, wie wichtig doch die Erde ist, denn sonst hätten diese Besucher längst die Kaaba umrundet, mit dem Papst eine Tasse Tee getrunken oder einen Zettel in die Klagemauer gesteckt.

Nun überlegen Sie doch mal: Allein in unserem Universum hat der liebe Gott 20.000 Milliarden Milliarden Sonnen zum Beobachten (20 Trilliarden, das übersteigt sogar die Staatsschulden der USA), und mehr als genug haben auch noch Planeten. Jetzt stellen Sie sich vor, daß dieser Gott eine Strichliste führt, ob Sie auch genug beten und sich tatsächlich in Richtung Mekka verneigen, ob Sie Sonntags brav die Heilige Messe besuchen und an der Kommunion teilnehmen, oder ob Sie wirklich den Sabbat einhalten und nur koschere Speisen verzehren. Damit degradieren Sie eine für uns unfaßbare Wesenheit, die ein Universum locker aus dem Ärmel schüttelt, zu einem kleinlichen Bürokraten, der sich als Blockwart und Stasi-Schnüffler betätigt.

Stellen Sie sich vor, Sie besäßen ein Haus mit Garten. In Ihrem Garten leben Ameisen, und auf Grund irgendwelcher Merkwürdigkeiten malen sich diese Ameisen einen farbigen Punkt zwischen ihre Fühler. Anstatt das zu tun, was Ameisen nutzbringend im Garten anstellen, streiten sich die Rotpunkt-Ameisen mit den Gelb-, Grün-, Blau-, Weiß- und Schwarz-Ameisen darum, wer denn nun in Ihrem Namen den Garten beherrscht. Ihnen ist gar nicht aufgefallen, daß diese Ameisen neuerdings mit Punkten herumkrabbeln, und Ihnen ist sowieso nur wichtig, daß die Viecher nicht durch das Haus wuseln. Sie pflanzen im Garten einen Apfelbaum, streuen Grassamen, verteilen Dünger und gießen, wenn es nötig ist. Die Ameisen dürfen dort gerne leben, und wenn die Winzlinge glauben, der Garten sei nur für sie da, stört Sie das nicht weiter.

Mit dem Universum ist der Garten Gottes beträchtlich größer, und wir Menschen sind darin nicht einmal Ameisen, sondern allenfalls Zwergmikroben. Da wirkt es schon ein wenig lächerlich, wenn die eine Mikrobe "Allahu akbar!" schreit und der anderen Mikrobe den Kopf abschlägt. Die nächste lächerliche Mikrobe spritzt Weihwasser auf Panzer und fordert die christlichen Soldaten auf, damit gute Werke im Namen der Freiheit und der Demokratie zu begehen. Und irgendwo schießt eine Mikrobe, die gerade zehn Jahre in dem Land wohnt, auf die Kinder derer, die seit Jahrhunderten dort leben, mit der Begründung, daß vor drei- oder viertausend Jahren Gott persönlich einer geschichtlich nicht nachweisbaren Fabelfigur versprochen habe, daß dieses Land ihrem Volk gehören solle.

Jede Mikrobe behauptet, Gott, der 20 Trilliarden Sonnen beaufsichtigt, habe sie höchstpersönlich beauftragt, genau dies zu tun. Und wenn Gott wider Erwarten keine Zeit haben sollte, springt eben ein Imam, ein Pfarrer oder ein Rabbiner ein, der den Willen Gottes verkündet, den Gott höchstpersönlich ihm offenbart hat. Oder vielleicht nicht höchstpersönlich, sondern demjenigen, der diesen Geistlichen ausgebildet hat. Und wenn nicht dem, dann eben dem Religionsgründer. Also einer wird ganz bestimmt mit Gott gesprochen haben, sonst stände doch nicht in diesen Büchern, daß dies alles Gottes Wille sei, oder?

Tatsache ist, daß die drei Wüstenreligionen schon mit dem Weltbild des Kopernikus überfordert wurden, weil die Erde aus dem Mittelpunkt des Universums gerückt wurde. Tatsache ist weiterhin, daß die drei heiligen Bücher - Altes und Neues Testament, sowie Koran - nicht von den Religionsstiftern selbst verfaßt worden sind. Sie sind alle Produkte der jeweiligen Marketing-Abteilung, die beim Alten Testament den ganzen fruchtbaren Halbmond von Ägypten bis nach Mesopotamien abgegrast hatte, beim Neuen Testament drei Jahrhunderte verstreichen ließ, bis eine Gelehrten-Versammlung entschieden hat, was dazu gehört, und beim Koran ebenfalls ein Jahrhundert gewartet und die Suren in willkürlicher Reihenfolge angeordnet hat.

Die Anpassung an die Moderne liegt darin, daß die jeweiligen Geistlichen Waffen mit größerer Zerstörungskraft als früher segnen. Die Kirche hat zwar die Lehre vom Urknall begrüßt, paßt dieser doch sehr gut in das Konzept, daß Gott den Namen einer Automarke gebrüllt und damit das Universum geschaffen hat. Aber auch die Kirche hat übersehen, wie groß dieses Universum nun geworden ist, wie groß folglich Gott sein muß. Da noch vom Paradiesgarten zu reden und die Erbsünde zu verkünden, ist nicht nur ein bißchen daneben.

Ich denke, an dieser Stelle sollte ich erklären, wie ein Funkwecker funktioniert. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt generiert über eine Atomuhr ein Zeitsignal, das über einen Sender bei Mainflingen in der Nähe von Frankfurt am Main ausgestrahlt wird. So können sich Millionen Uhren synchronisieren. Sie sagen Ihren Wecker, bei welchen Zeitsignal er randalieren soll, so wie einst, als es diese lästigen Dinger noch zum Aufziehen gegeben hat. Wenn Sie um 7:43 Uhr geweckt werden wollen, ist das Ihre private Entscheidung. Der Wecker sorgt dafür, daß Sie genau dann geweckt werden, wenn es in der ganzen Mitteleuropäischen Zeitzone genau 7:43:00 Uhr ist.

Gott ist groß, und Sie... Nun, Sie sind einer von sieben Milliarden Menschen in einem von 20 Trilliarden Sonnensystemen. Das ist, sagen wir, ein bißchen kleiner. Relativ zur Physikalisch-Technischen Bundesanstalt sind Sie deutlich größer, aber immer noch einer von Millionen. Zugleich sind beide, Gott und die Bundesanstalt, für Sie da. Letztere ist ein Dienstleister, der auch Ihnen die korrekte Zeit übermittelt. So genau, danach können Sie Ihre Uhr stellen! Und Gott hat ein ganzes Universum erschaffen, damit es Sie gibt. Das ist nicht nur nett von ihm, sondern ebenfalls eine Dienstleistung. Bei beiden Dienstleistungen sind Sie jedoch nicht der einzige Kunde, das müssen Sie leider akzeptieren.

Nun kommt die beste Nachricht: Alle Kunden sind gleich wichtig! Oder glauben Sie, das Zeitsignal wird manipuliert, nur weil Daimler-Benz, Siemens oder die Telekom noch drei Minuten an ihre Nachtschichten dranhängen wollen? Für Gott sind Sie noch viel gleicher, er wird Sie nicht bevorzugen und er wird Sie nicht benachteiligen. Auch das ist ein Ausdruck seiner Größe.

Die Einzigen, die sich größer machen wollen, sind die Menschen. Machen wir eine kleine Pause, ich gehe mal schnell mit Gott eine Tasse Kaffee trinken... Gottes Tasse durchmißt fünf Millionen Lichtjahre und unsere Milchstraße wäre darin etwa so groß wie ein Sesam-Körnchen... Na gut, Sie können weiterlesen, ich habe gelogen. Ich trinke keinen Kaffee.

Gehen wir lieber in den Garten und reden mit einer Ameise. Da gibt es ein paar Schwierigkeiten, da die Ameisen alle gleich aussehen. Und dank ihres Ameisengehirns verstehen sie nicht, was ich ihnen sage. Sie haben außerdem nichts an ihrem Körper, mit dem sie mir vernünftig antworten können. Die Unterredung wird also ziemlich einseitig, genau genommen könnte ich auf die Ameise verzichten, die bekommt sowieso nichts mit. Allerdings ist das umgekehrt ein gutes Marketing-Argument, mit dem nicht nur Bibel und Koran, sondern zahlreiche esoterische Bücher verkauft werden: Gott hat zu MIR gesprochen! Natürlich nur zu MIR, weil ich... die Begründungen wechseln. Statt Gott darf es auch ein Engel, eine geistige Wesenheit, der Kommandeur eines Ufos oder ein aufgestiegener Meister sein.

Wenn wir die Betrugsfälle ausschließen, also den Versuch, dank "der Geister" zu Macht oder Geld zu gelangen, bleiben die Wahnvorstellungen übrig. Es gibt diverse Substanzen und Krankheiten, die einen "die Geister" hören lassen. Gespaltene Persönlichkeiten sind manchmal sogar nützlich, weil die eine Persönlichkeit Dinge wahrnimmt, welche die andere übersieht. Darüber finden Sie genug in der einschlägigen Fachliteratur, darauf will ich nicht weiter eingehen.

Ist es möglich, daß eine solche Übermittlung echt ist? Es ist nicht ausgeschlossen, Gott kann das bestimmt. Aber nehmen wir nur eine der vielen Marienerscheinungen her. Die Muttergottes, die Himmelskönigin, erscheint in einer abgelegenen Gegend ein paar Kindern, um eine wichtige Botschaft an die ganze Welt zu vermitteln. Äh? Kuckuck! Tun wir mal so, als sei es März 1915 und ich müßte die Erscheinung planen. Ich sorge dafür, daß die liebe Maria auf den größten Plätzen in Berlin, London, Moskau, Paris und Wien gleichzeitig auftritt. Mindestens hundert Meter groß und so laut, daß es mindestens zehntausend Menschen hören. Da für Gott tausend Jahre wie ein Tag sind, wird die Erscheinung ganz sicher ein paar irdische Stunden übrig haben, damit wirklich jeder in diesen Hauptstädten sie sehen kann. Zwei Tage später ist der Krieg zu Ende. Wenn Gott will, daß die Menschen eine Botschaft erhalten, wird er dafür sorgen, daß viele, wenn nicht gar alle diese Botschaft erhalten.

Ganz davon abgesehen, hätte eine echte Botschaft Folgen. Der Wille des Schöpfers des Universums manifestiert sich in der Botschaft. Wir würden Wunder erleben, jenseits jeder Erklärbarkeit. Gott ist schließlich groß, das bekämen wir zu fühlen.

Wie sieht es auf der anderen Seite aus? Ist Gott für uns erreichbar? Gibt es den persönlichen Gott, unseren direkten Ansprechpartner? Sieben Milliarden Menschen, in einem einzigen der 20 Trilliarden Sonnensysteme... Gott ist groß und damit unerreichbar, oder? Gott hatte einen Grund, dieses Universum zu schaffen, und wenn er Wesen entstehen läßt, die über ihn und seine Größe nachdenken können, wird er für einen Weg gesorgt haben, wie diese Gedanken ihn erreichen. Gott ist nicht außerhalb der Schöpfung, er sitzt nicht auf einem Thron jenseits des Universums, sondern er durchdringt diese Schöpfung. So funktioniert die Allwissenheit, auf diese Weise ist er allmächtig. Und ja, auf diese Weise wird er zu unserem persönlichen Gott. Ein Gott, der zuhört, der unsere Sorgen kennt.

Gott durchpulst das ganze Universum. Er ist eine Dienstleistung, die wir jederzeit annehmen können. Es gibt jedoch keine ausgezeichneten Kunden, er wird keinen Menschen bevorzugen und einen anderen benachteiligen. Er ist jedoch Halt und Stütze, das Versprechen, daß unsere Leiden endlich sind und unsere Existenz einen Sinn hat, auch wenn der jenseits unseres Verständnisse liegen mag.

Die Wüstenreligionen sind überholt. Sie lehren die Vergangenheit, zwingen uns in ein hierarchisches System, in dem Geistliche die Deutungshoheit über den Glauben besitzen. Das war gerechtfertigt, als Informationen kaum zugänglich gewesen sind, als das Weltbild der Menschen zu begrenzt gewesen ist, um selbst zu verstehen. Heute hat sich die Welt enorm vergrößert. Gott ist nicht derjenige, der Papst und Kaiser eingesetzt hat, um in seinem Namen über uns zu herrschen, Gott ist derjenige, vor dem wir alle gleich sind. Gott in seiner ganzen Größe ist uns nahe, und wir sind erstmals in der Lage, uns Gott selbst zu erschließen, ohne einen Vermittler, der sich zwischen uns und Gott stellt.

Gott ist so groß, daß jeder sich an ihn wenden kann. Direkt, und mit eigenen Worten. Dazu ist kein Gebet nötig, dazu bedarf es keiner Unterwürfigkeitsfloskeln. Ich bin winzig gegen Gott, ob ich nun stehe, knie oder auf dem Bauch liege. Warum sollte ich da nicht frei vor Gott hintreten, jederzeit, und ihm das sagen, was ich ihm sagen will?

Bleibt eine letzte Frage: Werden meine Gebete erhört? Die Antwort finden wir im Faust: "Wer stetig strebend sich bemüht, den können wir erlösen!" Die Gebete werden nicht erhört, indem Wunder geschehen. Die Gebete werden erhört, indem wir die Kraft erhalten, uns diese Wunder zu erarbeiten. Am Ende können wir mit Fug und Recht sagen: Gott ist wahrlich groß!
© Michael Winkler
Quelle: http://www.michaelwinkler.de/Pranger/210115.html / Michael Winkler

 

Montag, 5. Januar 2015

Teile und herrsche NICHT

Hanns Dieter Hüsch - Teile und herrsche nicht



Donnerstag, 1. Januar 2015

Prosit Neujahr


Ein neues Jahr heißt neue Hoffnung, neues Licht, neue Gedanken und neue Wege zum Ziel...Einen guten Start ins Jahr 2015 wünscht Paulinchen.

Nimm Dir Zeit zum Träumen, das ist der Weg zu den Sternen.
Nimm Dir Zeit zum Nachdenken, das ist die Quelle der Klarheit.
Nimm Dir Zeit zum Lachen, das ist die Musik der Seele.
Nimm Dir Zeit zum Leben, das ist der Reichtum des Lebens.
Nimm Dir Zeit zum Freundlichsein, das ist das Tor zum Glück.

Volksweisheit
 
 
 
 

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Weihnachten 2014

Der allererste Weihnachtsbaum


Hermann Löns
Der Weihnachtsmann ging durch den Wald. Er war ärgerlich. Sein weißer Spitz, der sonst immer lustig bellend vor ihm herlief, merkte das und schlich hinter seinem Herrn mit eingezogener Rute her.

Er hatte nämlich nicht mehr die rechte Freude an seiner Tätigkeit. Es war alle Jahre dasselbe. Es war kein Schwung in der Sache. Spielzeug und Eßwaren, das war auf die Dauer nichts. Die Kinder freuten sich wohl darüber, aber quieken sollten sie und jubeln und singen, so wollte er es, das taten sie aber nur selten.

Den ganzen Dezembermonat hatte der Weihnachtsmann schon darüber nachgegrübelt, was er wohl Neues erfinden könne, um einmal wieder eine rechte Weihnachtsfreude in die Kinderwelt zu bringen, eine Weihnachtsfreude, an der auch die Großen teilnehmen würden. Kostbarkeiten durften es auch nicht sein, denn er hatte soundsoviel auszugeben und mehr nicht.

So stapfte er denn auch durch den verschneiten Wald, bis er auf dem Kreuzweg war. Dort wollte er das Christkindchen treffen. Mit dem beriet er sich nämlich immer über die Verteilung der Gaben.

Schon von weitem sah er, daß das Christkindchen da war, denn ein heller Schein war dort. Das Christkindchen hatte ein langes weißes Pelzkleidchen an und lachte über das ganze Gesicht. Denn um es herum lagen große Bündel Kleeheu und Bohnenstiegen und Espen- und Weidenzweige, und daran taten sich die hungrigen Hirsche und Rehe und Hasen gütlich. Sogar für die Sauen gab es etwas: Kastanien, Eicheln und Rüben.

Der Weihnachtsmann nahm seinen Wolkenschieber ab und bot dem Christkindchen die Tageszeit. „Na, Alterchen, wie geht's?“ fragte das Christkind. „Hast wohl schlechte Laune?“ Damit hakte es den Alten unter und ging mit ihm. Hinter ihnen trabte der kleine Spitz, aber er sah gar nicht mehr betrübt aus und hielt seinen Schwanz kühn in die Luft.

„Ja“, sagte der Weihnachtsmann, „die ganze Sache macht mir so recht keinen Spaß mehr. Liegt es am Alter oder an sonst was, ich weiß nicht. Das mit den Pfefferkuchen und den Äpfeln und Nüssen, das ist nichts mehr. Das essen sie auf, und dann ist das Fest vorbei. Man müßte etwas Neues erfinden, etwas, das nicht zum Essen und nicht zum Spielen ist, aber wobei alt und jung singt und lacht und fröhlich wird.“

Das Christkindchen nickte und machte ein nachdenkliches Gesicht; dann sagte es: „Da hast du recht, Alter, mir ist das auch schon aufgefallen. Ich habe daran auch schon gedacht, aber das ist nicht so leicht.“

„Das ist es ja gerade“, knurrte der Weihnachtsmann, „ich bin zu alt und zu dumm dazu. Ich habe schon richtiges Kopfweh vom vielen Nachdenken, und es fällt mir doch nichts Vernünftiges ein. Wenn es so weitergeht, schläft allmählich die ganze Sache ein, und es wird ein Fest wie alle anderen, von dem die Menschen dann weiter nichts haben als Faulenzen, Essen und Trinken.“

Nachdenklich gingen beide durch den weißen Winterwald, der Weihnachtsmann mit brummigem, das Christkindchen mit nachdenklichem Gesicht. Es war so still im Wald, kein Zweig rührte sich, nur wenn die Eule sich auf einen Ast setzte, fiel ein Stück Schneebehang mit halblautem Ton herab. So kamen die beiden, den Spitz hinter sich, aus dem hohen Holz auf einen alten Kahlschlag, auf dem große und kleine Tannen standen. Das sah wunderschön aus. Der Mond schien hell und klar, alle Sterne leuchteten, der Schnee sah aus wie Silber, und die Tannen standen darin, schwarz und weiß, daß es eine Pracht war. Eine fünf Fuß hohe Tanne, die allein im Vordergrund stand, sah besonders reizend aus. Sie war regelmäßig gewachsen, hatte auf jedem Zweig einen Schneestreifen, an den Zweigspitzen kleine Eiszapfen, und glitzerte und flimmerte nur so im Mondenschein.

Das Christkindchen ließ den Arm des Weihnachtsmannes los, stieß den Alten an, zeigte auf die Tanne und sagte: „Ist das nicht wunderhübsch?“

„Ja“, sagte der Alte, „aber was hilft mir das ?“

„Gib ein paar Äpfel her“, sagte das Christkindchen, „ich habe einen Gedanken.“

Der Weihnachtsmann machte ein dummes Gesicht, denn er konnte es sich nicht recht vorstellen, daß das Christkind bei der Kälte Appetit auf die eiskalten Äpfel hatte. Er hatte zwar noch einen guten alten Schnaps, aber den mochte er dem Christkindchen nicht anbieten.

Er machte sein Tragband ab, stellte seine riesige Kiepe in den Schnee, kramte darin herum und langte ein paar recht schöne Äpfel heraus. Dann faßte er in die Tasche, holte sein Messer heraus, wetzte es an einem Buchenstamm und reichte es dem Christkindchen.

„Sieh, wie schlau du bist“, sagte das Christkindchen. „Nun schneid mal etwas Bindfaden in zwei Finger lange Stücke, und mach mir kleine Pflöckchen.“

Dem Alten kam das alles etwas ulkig vor, aber er sagte nichts und tat, was das Christkind ihm sagte. Als er die Bindfadenenden und die Pflöckchen fertig hatte, nahm das Christkind einen Apfel, steckte ein Pflöckchen hinein, band den Faden daran und hängte den an einen Ast.

„So“, sagte es dann, „nun müssen auch an die anderen welche, und dabei kannst du helfen, aber vorsichtig, daß kein Schnee abfällt!“

Der Alte half, obgleich er nicht wußte, warum. Aber es machte ihm schließlich Spaß, und als die ganze kleine Tanne voll von rotbäckigen Äpfeln hing, da trat er fünf Schritte zurück, lachte und sagte; „Kiek, wie niedlich das aussieht! Aber was hat das alles für'n Zweck?“

„Braucht denn alles gleich einen Zweck zu haben?“ lachte das Christkind. „Paß auf, das wird noch schöner. Nun gib mal Nüsse her!“

Der Alte krabbelte aus seiner Kiepe Walnüsse heraus und gab sie dem Christkindchen. Das steckte in jedes ein Hölzchen, machte einen Faden daran, rieb immer eine Nuß an der goldenen Oberseite seiner Flügel, dann war die Nuß golden, und die nächste an der silbernen Unterseite seiner Flügel, dann hatte es eine silberne Nuß und hängte sie zwischen die Äpfel.

„Was sagst nun, Alterchen?“ fragte es dann. „Ist das nicht allerliebst?“

„Ja“, sagte der, „aber ich weiß immer noch nicht...“

„Komm schon!“ lachte das Christkindchen. „Hast du Lichter?“

„Lichter nicht“, meinte der Weihnachtsmann, „aber 'nen Wachsstock!“

„Das ist fein“, sagte das Christkind, nahm den Wachsstock, zerschnitt ihn und drehte erst ein Stück um den Mitteltrieb des Bäumchens und die anderen Stücke um die Zweigenden, bog sie hübsch gerade und sagte dann; „Feuerzeug hast du doch?“

„Gewiß“, sagte der Alte, holte Stein, Stahl und Schwammdose heraus, pinkte Feuer aus dem Stein, ließ den Zunder in der Schwammdose zum Glimmen kommen und steckte daran ein paar Schwefelspäne an. Die gab er dem Christkindchen. Das nahm einen hellbrennenden Schwefelspan und steckte damit erst das oberste Licht an, dann das nächste davon rechts, dann das gegenüberliegende. Und rund um das Bäumchen gehend, brachte es so ein Licht nach dem andern zum Brennen.

Da stand nun das Bäumchen im Schnee; aus seinem halbverschneiten, dunklen Gezweig sahen die roten Backen der Äpfel, die Gold- und Silbernüsse blitzten und funkelten, und die gelben Wachskerzen brannten feierlich. Das Christkindchen lachte über das ganze rosige Gesicht und patschte in die Hände, der alte Weihnachtsmann sah gar nicht mehr so brummig aus, und der kleine Spitz sprang hin und her und bellte.

Als die Lichter ein wenig heruntergebrannt waren, wehte das Christkindchen mit seinen goldsilbernen Flügeln, und da gingen die Lichter aus. Es sagte dem Weihnachtsmann, er solle das Bäumchen vorsichtig absägen. Das tat der, und dann gingen beide den Berg hinab und nahmen das bunte Bäumchen mit.

Als sie in den Ort kamen, schlief schon alles. Beim kleinsten Hause machten die beiden halt. Das Christkindchen machte leise die Tür auf und trat ein; der Weihnachtsmann ging hinterher. In der Stube stand ein dreibeiniger Schemel mit einer durchlochten Platte. Den stellten sie auf den Tisch und steckten den Baum hinein. Der Weihnachtsmann legte dann noch allerlei schöne Dinge, Spielzeug, Kuchen, Äpfel und Nüsse unter den Baum, und dann verließen beide das Haus so leise, wie sie es betreten hatten.

Als der Mann, dem das Häuschen gehörte, am andern Morgen erwachte und den bunten Baum sah, da staunte er und wußte nicht, was er dazu sagen sollte. Als er aber an dem Türpfosten, den des Christkinds Flügel gestreift hatte, Gold- und Silberflimmer hängen sah, da wußte er Bescheid. Er steckte die Lichter an dem Bäumchen an und weckte Frau und Kinder. Das war eine Freude in dem kleinen Haus wie an keinem Weihnachtstag. Keines von den Kindern sah nach dem Spielzeug, nach dem Kuchen und den Äpfeln, sie sahen nur alle nach dem Lichterbaum. Sie faßten sich an den Händen, tanzten um den Baum und sangen alle Weihnachtslieder, die sie wußten, und selbst das Kleinste, das noch auf dem Arm getragen wurde, krähte, was es krähen konnte.

Als es hellichter Tag geworden war, da kamen die Freunde und Verwandten des Bergmanns, sahen sich das Bäumchen an, freuten sich darüber und gingen gleich in den Wald, um sich für ihre Kinder auch ein Weihnachtsbäumchen zu holen. Die anderen Leute, die das sahen, machten es nach, jeder holte sich einen Tannenbaum und putzte ihn an, der eine so, der andere so, aber Lichter, Äpfel und Nüsse hängten sie alle daran.

Als es dann Abend wurde, brannte im ganzen Dorf Haus bei Haus ein Weihnachtsbaum, überall hörte man Weihnachtslieder und das Jubeln und Lachen der Kinder.

Von da aus ist der Weihnachtsbaum über ganz Deutschland gewandert und von da über die ganze Erde. Weil aber der erste Weihnachtsbaum am Morgen brannte, so wird in manchen Gegenden den Kindern morgens beschert.



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Weihnachtsbild mit kurzem Spruch

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Ein Frohes Weihnachtsfest in Liebe und Geborgenheit wünscht Paulinchen


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