Alle machen es doch so!
Lieber labern, statt was sagen!
Lieber putzen, statt helfen!
Lieber Geldanhäufen statt ...
Lieber den Kulissenschiebern und
Drahtziehern Glauben schenken,
als durch Widerspruch in Schwierigkeiten geraten.
Und schupp
- schon wird Verleugnung zu
Disziplin!
Kristiane Allert-Wybranietz
Aus: "Hoffnungsschimmer auf Hochglanz poliert -
Verschenktexte von Kristiane Allert-Wybranietz"
Vier Kerzen brannten am Adventskranz. So still, dass man hörte,
wie die Kerzen zu reden begannen.
Die erste Kerze seufzte und sagte: "Ich heiße
Frieden.
Mein Licht leuchtet,
aber die Menschen halten keinen Frieden. "
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich
ganz.
Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße
Glauben.
Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von
Gott nichts wissen.
Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne."
Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war
aus.
Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort.
"Ich heiße Liebe.
Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen
mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die
anderen, die sie lieb haben sollen. "
Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.
Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und
sagte:
"Aber, aber, Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!"
Und fast fing es an zu weinen.
Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort.
Sie sagte: "Hab keine Angst!
Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen
wieder anzünden.
Ich heiße Hoffnung."
Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze
und zündete die anderen Lichter wieder an.
Gefunden bei: http://www.karl-leisner-jugend.de/KGeschichte_Advent.htm
