Samstag, 3. Oktober 2009
Unterzeichnen: Ja oder Nein?
Seit einigen Tagen surfe ich durchs Netz, um zu ergründen woran es liegt, dass diese Petition so wenig Mitzeichner findet. Einen der aussagekräftigsten Einträge fand ich bei Aebby. Insbesondere die Kommentare sind geeignet eine sachliche Diskusion anzustoßen. Auf Ängste wird respektvoll reagiert und stichhaltige Argumente geliefert. Es werden Verbindungen hergestellt, die ich so noch nicht in Betracht gezogen habe.
Wer hat sich z.B. schon mal Gedanken darüber gemacht, dass die Möglichkeit, mit Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, gar nicht mehr in dem Maße vorhanden ist, wie sie benötigt wird? Beim Diskutieren wird dies meist übersehen oder gerne auch außenvor gelassen.
Wer hat sich schon mal gefragt, wozu Arbeitslose in verschiedene Kategorien eingeteilt werden?
Aus meiner Sicht ist der Arbeitslos, der keinen findet, der ihm Arbeit gibt, von deren Bezahlung er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann und sich deshalb beim Arbeitsamt melden muss.
Warum also die Einteilung der Arbeitslosen in: 1Euro-Jobber, die die in Weiterbildungsmaßnahmen sind, die meist den Namen "Weiterbildung" nicht verdienen, sondern eher Verhöhnung dessen sind, und viele Kategorien mehr?
Wozu ist dies gut?
Wem bring es Vorteile?
Mit vielen Darstellungen und Argumentationen wird nur eines erreicht: es werden Vorurteile geschürt und verfestigt.
Es wird gerne alles geglaubt, was die Printmedien und das Fernsehen verbreiten und darstellen. Die, die vor dieser Leichtgläubigkeit warnen und fordern, Mensch möge seinen Verstand walten lassen, werden als Nörgler, Streithammel, Pessimisten und vieles mehr gebrandmarkt und oftmals auch persönlich angegriffen. Und das alles nur um sich nicht mal selbst auf den Prüfstand zu stellen und sich zu fragen: Was passiert da eigentlich?
Die Aussage: Ich habe keine Zeit mich um diese Petition (und all den anderen Kram zu kümmern), um herauszufinden ob ich sie mitzeichnen soll oder nicht, lasse ich nicht gelten, da sie in meinen Augen nur eine Ausrede ist.
Demjenigen, dem meine Worte nicht behagen, möchte ich sagen: "Der, dem der Schuh passt, zieht ihn sich an."
Lieber Leser, Liebe Leserin, lange Rede kurzer Sinn, glaubst Du nicht auch, dass diese Petition jeder unterzeichnen sollte? Schließlich kann keiner wissen, ob er nicht morgen schon selbst davon betroffen ist.
Dienstag, 29. September 2009
Wo ist der Geist, der die Petition gegen die Internetzensur getragen hat?
Ohne Deine Stimme schaffen wir es nicht!
Die Petition: "Keine Internetzensur" hat 137 389 (bitte auf Mitzeichner klicken) Menschen mobilisiert. Diese Zahl gilt es zu schlagen.
Also, lieber Leser, liebe Leserin, nimm Dein Herz in die Hand, informiere Dich, was es heißt, auf Hartz IV angewiesen zu sein und folge diesem Link . Verbünde Dich mit uns und unterzeichne die Petition: Arbeitslosengeld II - Abschaffung der Sanktionen nach § 31 SGB II
Danke für Deine Unterstützung. Bitte weitersagen nicht vergessen.
Montag, 28. September 2009
Diese "Schlacht" haben wir verloren - Den "Krieg" werden wir gewinnen
In diversen Blogs habe ich die Analysen und Statements zur Bundestagswahl gelesen, in denen alles, was ich empfinde, geschrieben steht, besser formuliert, als ich es gekonnt hätte. Nun habe ich wieder Kraft und Raum für Neues.
Also, diese "Schlacht", die wir mit dem Einsatz all unserer Kräfte führten, haben wir verloren. Das ist schade, aber nicht zu ändern.
Zum Ende unseres Kampfes geschah jedoch etwas wunderbares. Am Donnerstag, den 24.09. hatte Auto-Anthropophag einen genialen Einfall und startete die Kampagne "100 Blogs für die Linke - für ein soziales Deutschland". Innerhalb kürzester Zeit schlossen sich mehr als 100 Blogs zusammen und machten öffentlich, "Die Linke" zu wählen und erklärten auch warum sie dies zu tun gedenken. Diese Aktion war das Beste, was mir passieren konnte. Es ist mir eine Ehre, dabeigewesen zu sein. Dieses Gefühl der Verbundenheit, welches ich dadurch erfahren durfte, kann auch der Ausgang dieser Wahl nicht trüben. Ganz im Gegenteil.
Ich glaube die Landtagswahlen in NRW sind ein gutes Feld, das wir ab sofort bearbeiten können um Jürgen Rüttgers zu zeigen, was wir von seiner Politik halten.
In dem Geiste, der mit der Kampagne "100 Blogs für Die Linke - für ein soziales Deutschland" geboren wurde, können wir ungeahntes vollbringen. Wir müssen uns nur diesen Geist bewahren und andere dafür begeistern, gegen alle Widerstände. Wenn uns dies gelingt, dann können wir den "Krieg" dessen Ende wir möglicherweise nicht erleben werden auch gewinnen.
Samstag, 26. September 2009
Gut, dass mich Menschen begleiten, die mich nicht im Regen stehen lassen
"Ich würde das mit der "Macht" weglassen.
Das, ist ein Insiderwitz unter eingefleischten SF-Fans, mit dem man ein wenig böse auf Esoteriker schielt, aber gleichzeitig liebevoll an StarWars erinnert.
...Du läufst Gefahr nicht mehr ernst genommen zu werden."
Während ich dies las, fühlte ich mich echt mies, und gleichzeitig wurde mir klar, hier ist DIE Gelegenheit für mich, das was ich mit meinem Blog beabsichtige umzusetzen.
Der Satz: "Möge die Macht mit uns sein", hat mich tief beeindruckt und vieles in meinem Leben bewirkt. Mir waren und sind diese Worte Ansporn. Dass es Menschen gibt, die diesen Satz dazu benutzen, um mit dem Finger auf andere zeigen, um sich über deren Eigenarten, Einstellungen, Vorlieben und was weiß ich noch alles, im Geheimen lustig zu machen, wusste ich nicht, ist mir auch völlig egal. Über diese Art Humor verfüge ich nicht und kann dem nichts abgewinnen. Also, Jedem das seine!
Ich habe mich nun dazu entschlossen, diesen Satz auf meiner Seite immer dann, wenn er mir beim Schreiben spontan in den Sinn kommt, zu benutzen.
Derjenige, der mit dem was ich da so von mir gebe, nicht einverstanden ist, hat die Gelegenheit einen Kommentar oder eine E-mail zu schreiben. Ich werde mich bemühen darauf auch zu reagieren.
Ich werde weiterhin zu MIR stehen und das was mir am Herzen liegt schreiben. Anderes wäre mir auch nicht möglich.
Die Kraft des Wünschens
Zur Europawahl entschied ich mich für "Die Linke". Meine Motivation, dies zu tun, war: Gib den Linken die Chance ihren Worten Taten folgen zu lassen.
In diesem Denken diskutierte ich unter anderem, mit meiner besten Freundin Gaby und meinem Mann. Viele Argumente brachten sie an, vor denen ich passen musste. Also ging ich zur Wahl mit der meiner mir eignen Strategie: Im Zweifel für den Schwächeren.
Da mich der unbändige Wunsch beseelt, - wie viele, vielen andere auch - dass sich in unserer Gesellschaft dringend etwas ändern muss, machte ich mich also auf den Weg, mich zu informieren und zu bedenken, informieren und abzuwägen, infor....
Nun ist für mich der Zeitpunkt gekommen, meinen Wunsch mit aller Kraft, die mir gegeben ist, auszustatten. Nicht ein Quäntchen davon möchte ich dem Zweifel und der Kleinmütigkeit überlassen.
Jedes - von woher auch immer kommende: Aller Wahrscheinlichkeit nach, wird die CDU mit wem auch immer, diese Wahl gewinnen..... wird meinen Wunsch stärken.
Also Freunde: Auf in den Kampf und "Möge die Macht mir uns sein".
Freitag, 25. September 2009
Ups - Der Fehlerteufel hat zugeschlagen
Sorry CC
Warum ich trotz all meiner Bedenken LINKS wähle

Bis zur Wahl 1994 wählte ich CDU. Nicht aus Überzeugung, denn von Politik, Parteien und dem drum herum, hatte ich absolut keine Ahnung. Politische Bildung ~ Null.
1998 wählte ich die SPD, 2002 Wahl verweigert und 2005 die WASG.
Mein Lebensweg begann im Jahre 1950 in München und ich wurde - wie jeder andere auch - von meinem Umfeld geprägt, auch in politischer Hinsicht. Ich hatte das Glück von frühesder Kindheit an durch viele verschiedene Hände zu gehen: Mutter, Kinderheim, Pflegeeltern, Kinderheim, Mutter, Erziehungsheim. Wie unterschiedlich der Umgang von Menschen mit Menschen ist, lernte ich dadurch schon sehr früh kennen. Was jedoch immer konstant blieb, war die politische und religiöse Einstellung der Menschen, denen ich anvertraut war. Die katholische Kirche erschütterte meinen Glauben derart, dass ich mich, mit etwa 18 Jahren, entschloss diese zu boykottieren. Mit 35 Jahren zog ich dann einen Schlussstrich und trat aus.
Die politische Konditionierung war mir allerdings nicht bewusst. Erst jetzt während ich diesen Eintrag schreibe, wird mir die Tragweite dieser Einflussnahme klar. Zur Veranschaulichung dessen was ich meine, folgendes Erlebnis:
1969 wurde Willi Brandt Bundeskanzler. Ich war gerade mal 18 Jahre, noch nicht Volljährig und ich erstarrt in panischer Angst und war mir sicher, dass jetzt "Der Russe" kommt. Nun, wie jeder weiß, "Der Russe" kam nicht.
Ich fiel jedoch in einen politischen Tiefschlaf und wählte - wenn ich die Wahl nicht aus irgendeinem Grund verpasste - die CDU. Dass mir absolut nicht klar war, was "Wählen gehen" bedeutet, mag folgende Begebenheit verdeutlichen:
Den Wahlsonntag 1980 verbrachte ich mit meiner Freundin bei mir. Unsere Wohnungen lagen etwa 30 km auseinander. Schon bei der Verabredung war unser fester Vorsatz, uns rechtzeitig zu trennen, damit meine Freundin noch ihr zuständiges Wahllokal erreichen würde. Jedoch es kam wie es kommen musste, irgendwann stellten wir fest; jetzt ist es zu spät für meine Freundin. "Ist doch nicht schlimm", sagte ich, "du wählst die SPD, ich die CDU, also gehe ich auch nicht, dann gleicht sich das wieder aus." Ich schlief noch weiter 12 Jahre, wobei ich allerdings einige Male blinzelte, so wie es beim Erwachen geschieht, Mensch aber nicht bereit ist aufzustehen. Etwa 1995 spielt mir der "Zufall" ein Buch in die Hände, dessen Inhalt mich unsanft und nachhaltig aus meinem Schlaf riss.
Seit dieser Zeit recherchiere ich was das Zeug hält, sehr zum Leidwesen meines privaten Umfeldes. Meine Einstellung zu mir und der Welt hat sich seither gewandelt und ist weiter im Wandel. Ich werde nicht müde meine Meinung kund zu tun und mir andere Meinungen anzuhören, um dann meine Meinung wieder zu überprüfen, um das eine oder andere zu integrieren oder zu ersetzen.
Gestern stolperte ich bei Kriegspostille und womblog in zwei Artikel, welche für "Nichtwählen" plädieren. Nun, mit dieser Option habe ich mich vor Jahren auseinandergesetzt und darüber einen Kommentar bei Kriegspostille hinterlassen.
Ich habe mich nun entschieden "Die Linke" zu wählen. Es ist meine feste Überzeugung, dass nur eine starke Linke uns die nötige Zeit verschaffen kann, welche wir benötigen um Alternativen zum jetzigen System zu finden.
Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass ich kein Mitglied der Linkspartei bin. Ich habe gegen alles was nach Vereinsmeierei riecht eine starke Aversion.
Ich wünsche uns allen für unser Vorhaben "Alles Glück der Welt"
