"Heiliger Vater, das Volk Gottes ist mit Dir und wird sich nicht von dem unbedeutenden Geschwätz dieser Tage beeinflussen lassen"
Im Alter von etwa 35 Jahren trat ich aus der kath. Kirche aus. Viele Jahre brauchte ich dann um herauszufinden, dass Gott und Kirche nicht zusammen passen, demnach auch keine Einheit sind. Nun weiß ich auch warum die Kirche ihre Gläubigen "Schäfchen" nennt.
Wer ernsthaft glaubt, dass Gottgefälliges Leben und Tun nur unter der Ägide der Kirche möglich ist, der irrt in meinen Augen gewaltig.
Die Kirche hat aus Jesus etwas gemacht, was er nie vor hatte zu werden, einen Religionsstifter. Jesus war ein Mensch mit allen menschlichen Fassetten. Er fand, dass die jüdische Glaubensgemeinschaft in eine menschenunfreundliche Richtung ging und wollte dies berichtigen, indem er den Menschen erzählte, wie er sich das Verhältnis von Mensch zu Gott vorstellte. Er traf mit seinen Ansichten auf viele offene Ohren. Durch die ständig wachsende Anhängerschaft fühlten sich die Konservativen bedroht. Da die jüdischen Priester ihre Pfründe wahren wollten, beschuldigten sie ihn der Gotteslästerung und lieferten ihn den römischen Behörden aus. Der Grundstein zu einer neuen Religion war damit gelegt. Heute wäre Jesus kein Religions-, sondern ein Unruhestifter und Terrorist.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden die "Gotteshäuser" immer pompöser und der Geist der Schafhirten immer desaströser.
Paulinchen
Dienstag, 6. April 2010
Bonmot
„Sobald der Geist der Ausbeutung besiegt ist, wird man Aufrüstung als eine ganz unerträgliche Last empfinden. Zu wirklicher Abrüstung kann es erst kommen, wenn die Völker der Welt aufhören, sich gegenseitig auszubeuten.”
Mahatma Gandhi
Mahatma Gandhi
Montag, 5. April 2010
Sonntag, 4. April 2010
Der Wind geht allezeit über das Land
Der Wind geht allezeit über das Land,
Über Seen und Wälder und goldenes Korn,
Über Dörfer und Städte, über kargen Sand,
Und er weiß nichts von Ehre, von Stolz und von Zorn.
Und es kümmert ihn nicht, wer die Menschen regiert,
Welche Macht, welche Lehre den Erdball umspannt,
Wer den Acker bestellt, wer zum Krieg ausmarschiert,
Der Wind geht allezeit über das Land.
Der Wind geht allezeit über das Land,
Verlass‘ne Geschütze, zerschlag‘ne Armeen,
Durch schwarze Ruinen und lodernden Brand
Und läßt alle Gebete ungehört verweh‘n,
Fragt nicht, wessen Blut gleichgültige Erde tränkt,
Noch für welchen Kriegsherren, welches Vaterland
Der sein armseliges, kurzes Leben verschenkt,
Der Wind geht allezeit über das Land.
Der Wind geht allezeit über das Land,
Über blühende Felder und weiße Alleen,
Von hölzernen Kreuzen auf Hügeln im Sand,
Die – ein endloses Heer – stumm in Reih‘ und Glied steh‘n.
Und die Staatsmänner kommen und stellen sich hin,
Legen Kränze nieder, reichen sich die Hand
Und wagen zu sagen: All das hat seinen Sinn!
Und der Wind geht allezeit über das Land.
Und die Staatsmänner kommen und stellen sich hin,
Legen Kränze nieder, reichen sich die Hand
Und wagen zu sagen: All das hat seinen Sinn!
Und der Wind geht allezeit über das Land.
(Reinhard Mey)
Quelle
Über Seen und Wälder und goldenes Korn,
Über Dörfer und Städte, über kargen Sand,
Und er weiß nichts von Ehre, von Stolz und von Zorn.
Und es kümmert ihn nicht, wer die Menschen regiert,
Welche Macht, welche Lehre den Erdball umspannt,
Wer den Acker bestellt, wer zum Krieg ausmarschiert,
Der Wind geht allezeit über das Land.
Der Wind geht allezeit über das Land,
Verlass‘ne Geschütze, zerschlag‘ne Armeen,
Durch schwarze Ruinen und lodernden Brand
Und läßt alle Gebete ungehört verweh‘n,
Fragt nicht, wessen Blut gleichgültige Erde tränkt,
Noch für welchen Kriegsherren, welches Vaterland
Der sein armseliges, kurzes Leben verschenkt,
Der Wind geht allezeit über das Land.
Der Wind geht allezeit über das Land,
Über blühende Felder und weiße Alleen,
Von hölzernen Kreuzen auf Hügeln im Sand,
Die – ein endloses Heer – stumm in Reih‘ und Glied steh‘n.
Und die Staatsmänner kommen und stellen sich hin,
Legen Kränze nieder, reichen sich die Hand
Und wagen zu sagen: All das hat seinen Sinn!
Und der Wind geht allezeit über das Land.
Und die Staatsmänner kommen und stellen sich hin,
Legen Kränze nieder, reichen sich die Hand
Und wagen zu sagen: All das hat seinen Sinn!
Und der Wind geht allezeit über das Land.
(Reinhard Mey)
Quelle
Samstag, 3. April 2010
Stimmt das?
Warum haben Männer ein Gen mehr, als ein Pferd?
Damit sie beim Autowaschen nicht aus dem Eimer trinken.
Nehmt es mir nicht übel liebe Männer, aber den fand ich einfach zu gut.
Paulinchen
Damit sie beim Autowaschen nicht aus dem Eimer trinken.
Nehmt es mir nicht übel liebe Männer, aber den fand ich einfach zu gut.
Paulinchen
Freitag, 2. April 2010
"Gnothi seauton"
Jedes Lebewesen ist etwas Einmaliges. Jedoch nur wenige Menschen erkennen die wirkliche Bedeutung und haben den Mut die Verantwortung für diese Einmaligkeit zu übernehmen.
Paulinchen
Paulinchen
Donnerstag, 1. April 2010
Arschkriecher-Ballade
An einem trüben Tag, als er gerade vierzehn war
Eben wuchs auf seiner Brust das erste blasse Haar
Spielte er für sich im Wald, da rief sein Vater ihn herein
Brachte ihn zu seiner Mutter, ließ ihn dann mit ihr allein
Den Kopf mit Waldgeschichten voll gestopft bis an den Rand
Drei Federn noch im Schopf, Pfeil und Bogen in der Hand
Stand er da ganz nackt und seine knochige Gestalt
War von Kopf bis Fuß mit bunten Kriegszeichen bemalt
Seine Mutter strich um ihn herum und deutete dann
Mit dem Blick auf seinen rot-weiß-grün gestreiften Pillermann
Sagte: „Ach, mein Junge, wenn du schon so gerne malst und schmierst
Sorge ich dafür, dass du was Künstlerisches wirst.“
Kurze Zeit darauf fand sich ein Warenhaus bereit
Ihn als Schildermaler einzustellen, mit 'ner Probezeit
Er bestaunte, dass ihm tagelang der Mund weit offen stand
In dem großen Hause all' die neuen Dinge, die er fand
Schöne Menschen gab es dort, mit Gesichtern, glatt und weich
Und er schaute in den Spiegel, lief schnell weg und fragte gleich
Einen unrasierten alten Mann mit einem eckigem Gesicht:
„Warum sind wir beide denn so hässlich und die Andern nicht?“
„Wenn's dein Wunsch ist“, sprach der Mann, „so wie die Anderen zu sein
Halte dich an deinen Chef, kriech ihm einfach hinten rein!
Das übst du fleißig, bis sich dein Profil schön sanft und glatt
An der Darmwand deines Vorgesetzten abgeschliffen hat!“
Und schon wandte sich der Junge an den sauberen Verein
Mit dem heißen Wunsch, bald auch so'n schöner Arschkriecher zu sein
Doch da zeigten sich die Menschen sehr verwundert und empört
Taten so, als hätten sie dieses Wort noch nie gehört
Sie packten ihn am Arm, führten ihn in einen Raum
Da hing ein hoher Vorgesetzter, höher als ein Baum
Von der Zimmerdecke, festgeschnallt auf einem Stützkorsett
Dessen nackter Hintern pendelte schön glänzend, bleich und fett
Wie ein praller Gasballon, nur zigtausend mal so schwer
Als die Tür aufging, kaum wahrnehmbar, im Luftzug hin und her
Der Junge spürte, als das dicke Ding da vor ihm schwang
Eine sanfte Hand im Nacken, die ihn in die Knie zwang
Und da fand er sie, die Öffnung, ganz tief unter, gar nicht groß
Und er jauchzte laut vor Freude und sofort ließ man ihn los
Er atmete tief ein, bohrte dann mit aller Macht
Seinen dürren Knabenkörper in den engen, dunklen Schacht
Doch im nächsten Augenblick ein heißer Druck, ein Donnerschlag
Und als er drauf halb betäubt in einer Ecke lag
Einen Mann vor Schmerz laut brüllen hörte, war ihm endlich klar
Dass er als Afterkriecher völlig ungeeignet war
Er befühlte sein Gesicht, es war noch alles wie vorher
Nur mit der scharfen Krümmung seiner Nase hatte er
Dem Vorgesetzten nicht allein den Schließmuskel geritzt
Sondern ihm auch noch der Länge nach den Mastdarm aufegschlitzt
Voller Angst sah er jetzt, wie die schönen Menschen um ihn her
Hässlich wurden und ihn schlugen, und schon spürte er nichts mehr
Als er dann erwachte sah er jenen alten Mann
Mit dem eckigen Gesicht, er kroch hin und schrie ihn an:
„Ich hab' die Menschen jetzt, wie sie wirklich sind, geseh'n
Und ich krieche auch nie wieder, davon wird man gar nicht schön
Ich will wissen, alter Mann, was ist mit den Leuten los
Wenn sie schon nicht hübscher werden, warum kriechen sie denn bloß?“
„Schwer zu sagen“, sprach der Mann, „manch einer kriecht ja auch nicht gern
Und er meint, er muss es tun, um die Familie zu ernähr'n
Dem Andern macht es Spass, er schafft sich Frau und Kinder an
Als Vorwand, nur damit er besser arschkriechen kann!“
(Hannes Wader)
Eben wuchs auf seiner Brust das erste blasse Haar
Spielte er für sich im Wald, da rief sein Vater ihn herein
Brachte ihn zu seiner Mutter, ließ ihn dann mit ihr allein
Den Kopf mit Waldgeschichten voll gestopft bis an den Rand
Drei Federn noch im Schopf, Pfeil und Bogen in der Hand
Stand er da ganz nackt und seine knochige Gestalt
War von Kopf bis Fuß mit bunten Kriegszeichen bemalt
Seine Mutter strich um ihn herum und deutete dann
Mit dem Blick auf seinen rot-weiß-grün gestreiften Pillermann
Sagte: „Ach, mein Junge, wenn du schon so gerne malst und schmierst
Sorge ich dafür, dass du was Künstlerisches wirst.“
Kurze Zeit darauf fand sich ein Warenhaus bereit
Ihn als Schildermaler einzustellen, mit 'ner Probezeit
Er bestaunte, dass ihm tagelang der Mund weit offen stand
In dem großen Hause all' die neuen Dinge, die er fand
Schöne Menschen gab es dort, mit Gesichtern, glatt und weich
Und er schaute in den Spiegel, lief schnell weg und fragte gleich
Einen unrasierten alten Mann mit einem eckigem Gesicht:
„Warum sind wir beide denn so hässlich und die Andern nicht?“
„Wenn's dein Wunsch ist“, sprach der Mann, „so wie die Anderen zu sein
Halte dich an deinen Chef, kriech ihm einfach hinten rein!
Das übst du fleißig, bis sich dein Profil schön sanft und glatt
An der Darmwand deines Vorgesetzten abgeschliffen hat!“
Und schon wandte sich der Junge an den sauberen Verein
Mit dem heißen Wunsch, bald auch so'n schöner Arschkriecher zu sein
Doch da zeigten sich die Menschen sehr verwundert und empört
Taten so, als hätten sie dieses Wort noch nie gehört
Sie packten ihn am Arm, führten ihn in einen Raum
Da hing ein hoher Vorgesetzter, höher als ein Baum
Von der Zimmerdecke, festgeschnallt auf einem Stützkorsett
Dessen nackter Hintern pendelte schön glänzend, bleich und fett
Wie ein praller Gasballon, nur zigtausend mal so schwer
Als die Tür aufging, kaum wahrnehmbar, im Luftzug hin und her
Der Junge spürte, als das dicke Ding da vor ihm schwang
Eine sanfte Hand im Nacken, die ihn in die Knie zwang
Und da fand er sie, die Öffnung, ganz tief unter, gar nicht groß
Und er jauchzte laut vor Freude und sofort ließ man ihn los
Er atmete tief ein, bohrte dann mit aller Macht
Seinen dürren Knabenkörper in den engen, dunklen Schacht
Doch im nächsten Augenblick ein heißer Druck, ein Donnerschlag
Und als er drauf halb betäubt in einer Ecke lag
Einen Mann vor Schmerz laut brüllen hörte, war ihm endlich klar
Dass er als Afterkriecher völlig ungeeignet war
Er befühlte sein Gesicht, es war noch alles wie vorher
Nur mit der scharfen Krümmung seiner Nase hatte er
Dem Vorgesetzten nicht allein den Schließmuskel geritzt
Sondern ihm auch noch der Länge nach den Mastdarm aufegschlitzt
Voller Angst sah er jetzt, wie die schönen Menschen um ihn her
Hässlich wurden und ihn schlugen, und schon spürte er nichts mehr
Als er dann erwachte sah er jenen alten Mann
Mit dem eckigen Gesicht, er kroch hin und schrie ihn an:
„Ich hab' die Menschen jetzt, wie sie wirklich sind, geseh'n
Und ich krieche auch nie wieder, davon wird man gar nicht schön
Ich will wissen, alter Mann, was ist mit den Leuten los
Wenn sie schon nicht hübscher werden, warum kriechen sie denn bloß?“
„Schwer zu sagen“, sprach der Mann, „manch einer kriecht ja auch nicht gern
Und er meint, er muss es tun, um die Familie zu ernähr'n
Dem Andern macht es Spass, er schafft sich Frau und Kinder an
Als Vorwand, nur damit er besser arschkriechen kann!“
(Hannes Wader)
Quelle: http://lyricwiki.org/Hannes_Wader:Arschkri...
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